
Lackner: Transitus des Hl. Franziskus schenkt Hoffnung
Der Blick auf das Lebensende des Heiligen Franziskus, der vor 800 Jahren starb, schenkt Hoffnung gerade in einer Welt, "die immer wieder zu erkalten beginnt": Das hat der Salzburger Erzbischof Franz Lackner bei einem Gottesdienst am Samstagabend in der Salzburger Franziskanerkirche betont. Am Anfang und Ende des Lebens liege Finsternis - gerade am Lebensanfang sei es "gesellschaftlich weithin finster geworden" und der "leise Schrei nach Leben" werde immer wieder "zum Verstummen gebracht", so Lackner. Ähnliches gelte am Lebensende, dessen "Gottesfinsternis" durch "menschengemachtes Licht" in Kliniken grell überstrahlt werde. Ein Blick auf Leben und Sterben des Hl. Franziskus könne dagegen aufzeigen, was es heißt, sich in Gottes Hand geborgen zu wissen.
Ausführlich schilderte der Erzbischof die letzten Stunden des Franziskus, wie er Psalmen betete, sich aus dem Evangelium vorlesen ließ und schließlich nackt auf dem Boden bzw. auf einem Tuch liegend dem Tod entgegensah. "Fröhlich ging er schließlich hinüber zum Vater - Transitus bedeutet ja 'Übergang'".
Lackner, der selbst dem Franziskanerorden angehört, feierte den Gottesdienst gemeinsam mit Franziskanern, Kapuzinern, Angehörigen des Dritten Ordens, Schwestern der franziskanischen Ordensfamilie und Hunderte von Gläubigen am Samstagabend in der Franziskanerkirche. Franziskaner-Provinzial Fritz Wenigwieser verwies dabei ebenso auf den Vorbildcharakter des Heiligen für heute: "Von einem Menschen mit schwierigem Charakter und voller Verwundungen ist er zu jemandem geworden, der am Ende seines Lebens versöhnt war: mit Gott, mit sich, mit den Menschen und mit der Schöpfung", sagte Wenigwieser. Dieser Werdegang habe ungebrochen Vorbildwirkung.
Quelle: kathpress