
"Marsch fürs Leben" in Wien am Samstag für besseren Lebensschutz
Für den Schutz des menschlichen Lebens findet am Samstag (10. Oktober) in Wien der diesjährige "Marsch fürs Leben" statt. Der Veranstalter, der gleichnamige Verein "Marsch fürs Leben", rechnet in diesem Jahr mit mehr als 3.000 Teilnehmenden. Die parteiunabhängige Kundgebung setze sich für den Schutz ungeborener Kinder, mehr Unterstützung für Frauen und Familien sowie gegen Euthanasie ein, hieß es in einer Presseaussendung am Dienstag.
Die Organisatoren veröffentlichten auch eine Videobotschaft, in dem der deutsche Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller zur Teilnahme an dem Demonstrationszug aufruft. "Machen Sie den Mund auf. Gehen Sie auf die Straße. Bekennen Sie unseren Glauben, unsere Überzeugungen", appellierte der ehemalige Präfekt der vatikanischen Glaubensbehörde.
Vor dem eigentlichen Marsch finden am Samstag mehrere christliche Gottesdienste statt, darunter um 11 Uhr eine katholische Messe in der Karlskirche mit dem Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky. Um 13.30 Uhr beginnt ein Bühnenprogramm auf dem Karlsplatz, der Demonstrationszug startet um 14 Uhr. Die Schlusskundgebung ist für 16 Uhr vorgesehen.
"Eine Gesellschaft zeigt ihre Stärke dort, wo sie Kinder willkommen heißt, ihre Mütter trägt und Menschen mit Behinderungen, Kranke sowie ältere Menschen nicht aus dem Blick verliert", betonten die Veranstalter im Vorfeld. Kardinal Müller unterstrich den "unendlichen Wert" jedes Menschenlebens vom Beginn bis zu seinem Ende und unabhängig davon, ob jemand krank oder gesund ist. Ausdrücklich wandte sich Müller auch gegen Verbote, für das Leben zu beten, sowie gegen menschenfeindliche Ideologien. Christliche Politiker forderte der Kardinal auf, zu christlichen Position zu stehen und diese auch umzusetzen.
Der Verein "Marsch fürs Leben" ist laut eigenen Angaben eine überkonfessionelle und parteiunabhängige Initiative für den Schutz ungeborenen Lebens. Er fordert unter anderem bessere Unterstützung und Beratung für Frauen in Schwangerschaftskonflikten, den Ausbau von Mutter-Kind-Einrichtungen sowie eine mindestens dreitägige Bedenkzeit vor einem Schwangerschaftsabbruch. Inhaltlich unterstützt der Verein auch die Bürgerinitiativen "#fairändern" und "Fakten helfen", die sich seit Jahren für mehr Unterstützung und Hilfsangeboten für Frauen im Schwangerschaftskonflikt und bessere statistische Daten zu Schwangerschaftsabbrüchen einsetzen. (Info: https://www.mfleben.at/)
Quelle: kathpress