
Elbs: Blick auf Maria und Hl. Franziskus lehrt Schöpfungsverantwortung
Auf Verbindungslinien zwischen der Gottesmutter Maria und dem Hl. Franz von Assisi hat der Feldkircher Bischof Benno Elbs hingewiesen. Am Ende seiner Umwelt-Enzyklika "Laudato si'" (2015), in der Papst Franziskus die Schöpfungsverantwortung vor dem Hintergrund des Heiligen Franz von Assisi in den Mittelpunkt gestellt hat, werde Maria mit einem selten verwendeten Titel - "Königin der Schöpfung" - angesprochen. Damit sei nicht nur die Brücke zum Krönungsfest, das Bischof Elbs am Sonntag mit einem Gottesdienst in der Basilika Maria Bildstein feierte, geschlagen, sondern auch zum Gedenktag des Hl. Franziskus, dessen Todestages vor 800 Jahren am Sonntag gedacht wurde.
An Maria könne man erkennen, wie gute Herrschaft im Sinne der Menschen und der Schöpfung aussehe - indem sie nicht als Herrscherin auftrete, "die ihren Willen durchsetzt - womöglich gegen die Anliegen anderer", sondern indem sie sich "zur Verfügung stellt", so Elbs. Davon könne man heute lernen, was es heißt, "unseren Platz im Gesamten der Schöpfung und des Lebens zu finden und die Welt mit weiseren Augen zu sehen". Die Schöpfung erscheine so als zu schützende, "die wir aus den offenen Händen Gottes empfangen". Elbs: "Wer an den Himmel glaubt, lernt zugleich die Erde mit anderen Augen zu sehen: als einen uns anvertrauten Lebensraum, an dem sich Gottes Güte widerspiegelt."
Schöpfungsverantwortung bestehe daher in einem umfassenden Blick nicht nur auf die Ökologie, sondern auf das Zusammenleben der Menschen insgesamt - und speziell auf jene, "die unter den Folgen ökologischer Krisen am stärksten leiden". Diese Verantwortung sei "für uns als Getaufte nicht delegierbar", erinnerte Elbs abschließend. "Unsere Aufgabe ist es, dort Leben zu fördern, wo Dürre herrscht, Hoffnung zu säen, wo Resignation um sich greift, und die Schöpfung als das zu bewahren, was sie ist: Gottes gute Gabe, deren Schutz und Erhalt uns aufgetragen ist."
Quelle: kathpress