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Mit einer österreichweiten Plakataktion zu Weihnachten lassen die katholische Kirche und der heimische Außenwerbekonzern "Epamedia" im Dezember aufhorchen.
Auf rund 2.300 Großplakaten und rund 600 "City Lights" soll in einfachen Worten die Frage beantwortet werden, warum wir überhaupt Weihnachten feiern.
Die Plakate, die auch in den rund 3.000 österreichischen Pfarren zu sehen sein werden, enthalten die eigentlich simple Antwort, die aber im Trubel übertriebener Geschäftigkeit rund um das Weihnachtsfest in Vergessenheit zu geraten droht:
"Zu Weihnachten wurde Jesus Christus geboren. Ein Fest der Freude für die Menschen".
Zeit zum Innehalten
Die Kommunikationsinitiative soll in der Weihnachtszeit zum Innehalten anregen. In der klaren Botschaft wird der christliche Kern des Weihnachtsfestes benannt, der die Grundlage für das beliebteste Fest in Österreich ist.
Kardinal Christoph Schönborn: "Viele Menschen wissen heute nicht mehr, was zu Weihnachten gefeiert wird. Aus diesem Grund gibt es heuer erstmals eine Plakataktion, die dem großzügigen und uneigennützigen Einsatz überzeugter Katholiken aus der Kommunikationsbranche zu verdanken ist". Die Kreation und Produktion der Plakate erfolgte kostenlos durch die Werbeagentur "Jung von Matt/Donau". "Epamedia" stellte die Flächen zur Verfügung.
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| Kardinal Schönborn vor einem Plakat |
Initiator der Kampagne ist Armin Fehle, der seit vielen Jahren im Bereich Werbung, Kommunikation und Kultur tätig ist und sich ebenso gratis in den Dienst dieser Öffentlichkeitskampagne gestellt hat. "Das Christkind und die Geburt Jesu sind aus dem Herzen der Menschen verschwunden. Viele wissen gar nicht mehr, warum Weihnachten überhaupt gefeiert wird. Doch das Christkind darf nicht vergessen und vom Weihnachtsmann ersetzt werden", plädiert Fehle für eine Rückbesinnung.
"Die Weihnachtsplakatierung ist ein Weihnachtsgeschenk an die gestressten Passanten. Das schlichte Plakat erregt Aufmerksamkeit. Es ist zudem spannend, denn es bewirbt nicht ein Produkt, sondern eine Idee. Wir freuen uns über diese außergewöhnliche Weihnachtskampagne, die wir mit dem Medienreferat der Bischofskonferenz und der Agentur 'Jung von Matt' umsetzen konnten", so Epamedia-Geschäftsführer Markus Schuster: "Als innovativer Außenwerber wollen wir auch diesmal zeigen, was das Plakat kann. Denn je einfacher die Botschaft, um so stärker die Wirkung".
Die Plakate enthalten auch einen Hinweis auf das Internetportal der katholischen Kirche in Österreich, www.katholisch.at. Aus Anlass der Aktion bietet das Portal Informationen und weiterführende Links rund um die Advent- und Weihnachtszeit in den österreichischen Diözesen.
Kardinal Schönborn: "Hinschauen, Innehalten, Aha-Erlebnisse"
Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, erhofft sich von der Plakatkampagne zur Weihnachtszeit ein Dreifaches: "Die Menschen sollen hinschauen und innehalten, Aha-Erlebnisse bei sich zulassen und - was am schönsten wäre - ihre Zustimmung geben". Damit, so Kardinal Schönborn bei der Präsentation der Kampagne am Mittwoch in Wien, würde die Aktion ihr Ziel erreichen.
Anfangs habe ihn der Textentwurf in seiner Schlichtheit "überrascht", gestand Kardinal Schönborn: "Ich habe mich gefragt: Muss man da nicht noch mehr sagen?" Doch je länger er über den Text nachgedacht habe, desto einleuchtender sei er ihm als "Reduktion auf den tatsächlichen Kern der christlichen Botschaft von Weihnachten" erschienen.
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| Präsentation eines "City Lights" |
Ausdrücklich betonte der Wiener Erzbischof den ökumenischen Charakter der Aktion. Zwar sei die katholische Kirche in diesem Fall der offizielle Träger der Kampagne, doch schließe dies keinesfalls andere christliche Konfessionen aus: "Die Botschaft ist für alle Christen dieselbe".
Zugleich würdigte Kardinal Schönborn die Aktion als "klassisches Beispiel dessen, was früher 'Laienapostolat' genannt wurde: Engagierte Christen bezeugen ihren Glauben in der Öffentlichkeit und bringen das auch noch äußerst professionell rüber".
Fehle: Aktion ist "Pilotprojekt"
Der Initiator der Kampagne, Prof. Armin Fehle, betonte den "Pilotprojekt-Charakter" der Aktion. Man werde nun zunächst abwarten, "welche Welle der einmal geworfene Stein schlagen wird". Es sei aber durchaus vorstellbar, dass die Aktion in Zukunft auch auf andere christliche Feiertage erweitert wird.
Schuster: "Keine Werbung im herkömmlichen Sinn"
"Epamedia"-Geschäftsführer Markus Schuster unterstrich, dass erfolgreiche Plakatwerbung immer auf einer "Reduktion auf die Kernbotschaft" basiere. Bei der vorliegenden Aktion gehe es "Epamedia" jedoch nicht um "Werbung im herkömmlichen Sinn", sondern darum, "Gedankenanstöße zu geben". Bewusst kritisiere man nicht die Konsumhaltung vieler Menschen, sondern frage nach dem "dahinter liegenden Sinn". Die Aktion versuche "einen neuen Konnex zwischen dem Inhalt der Weihnachtsbotschaft und dem, wie Menschen heute Weihnachten feiern".
Der eigentliche Tarifwert der Kampagne, die für die katholische Kirche kostenlos ist, betrage rund 300.000 Euro, so Schuster. Die Summe bewege sich "im Rahmen normaler Handelswerbeaktionen".
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Prof. Armin Fehle, Initiator der Plakataktion
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> Informationen zu Armin Fehle > Foto Kardinal Schönborn 1 / 2 / 3
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