
Taufen, Trauungen, Begräbnisse
Sakramente als Begleiter durchs Leben
Taufen, Trauungen, Begräbnisse
Sakramente als Begleiter durchs Leben
Sakramente bringen etwas Unfassbares ins Wort und lassen etwas Unbegreifliches spürbar werden. Christen erkennen darin Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen. Sieben solcher Sakramente kennt die Katholische Kirche. Sie begleiten die Menschen bis heute durch ihr Leben – von der Wiege bis zur Bahre.
Über die Spendungen dieser Sakramente informiert die Kirche alljährlich im Zuge der Veröffentlichung ihrer statistischen Daten. So lag die Zahl der Taufen 2025 bei 35.259. Das ist ein leichter Rückgang gegenüber 2024 (36.705). 2023 waren es noch 39.488, 2022 gar 45.706. Die Zahl der Taufen ist rückläufig. Dies hängt auch mit dem Rückgang der Geburtenzahl in Österreich zusammen.
Auch die Zahl der Trauungen ist zurückgegangen. 6.678 Paare ließen sich 2025 kirchlich trauen (2024: 7.537, 2023: 8.228, 2022: 9.5039: 2022 dürfte noch ein gewisser coronabedingter "Nachzieheffekt" spürbar gewesen sein.
Die Zahl der Begräbnisse betrug 2025 47.995, etwas mehr als im Jahr zuvor (2024: 47.353), aber deutlich weniger als in den Jahren 2023 (50.900) und 2022 (54.525). (Das dürfte auch mit dem allgemeinen Rückgang der Sterbefälle in Österreich zusammenhängen. Im Jahr 2025 starben in Österreich laut Statistik Austria 87.902 Personen, 2024 waren es rund 88.500.)
Erstkommunionen und Firmungen
2025 konnten 42.322 Erstkommunionen verzeichnet werden. Das ist ein Rückgang gegenüber 2024 (45.685). 2023 waren es 45.132, 2022 46.728. Die Zahlen sind über einen längeren Zeitraum betrachtet tendenziell leicht rückläufig, was vorrangig auf demografische Gründe zurückzuführen ist.
Was für die Erstkommunionen gilt, gilt auch für die Firmungen. 2025 gab es 38.955 Firmungen (2024: 39.677, 2023: 38.122, 2022: 41.204).
Die sieben Sakramente – kurz erklärt
Am Anfang des Lebens wird das Neugeborene im Sakrament der Taufe unter den besonderen Schutz Gottes gestellt. Der Mensch, der sich taufen lässt, wird Mitglied der Gemeinschaft der Gläubigen, der Kirche.
Im Sakrament der Eucharistie empfangen Heranwachsende Stärkung im Brot des Lebens. Die Kommunion als Nahrung für Geist und Seele stärkt den Menschen durch den regelmäßigen Empfang das gesamte Leben hindurch.
Am Übergang zum Erwachsenenalter wird der junge Mensch gefirmt. Im Sakrament der Firmung werden ihm Weisheit, Mut und Glaubenskraft durch den Heiligen Geist zugesprochen.
Im Sakrament der Ehe verbinden sich zwei Liebende zu einer lebenslänglichen Partnerschaft, die offen ist für Nachwuchs. Gott ist der dritte im Bund, der seinen Segen über der Liebe halten soll.
Im Sakrament der Weihe erklärt sich ein Mann bereit, sein Leben ganz in den Dienst an Gott und den Menschen zu stellen. Die Weihe kennt drei Stufen: die des Diakons, die des Priesters und die des Bischofs.
Immer wieder machen wir Fehler, verstricken uns in Schuld und müssen umkehren. Vergebung kann uns nur von unserem Gegenüber her zugesagt werden. Im Sakrament der Versöhnung, der Beichte, ermöglicht uns Gott einen neuen Anfang.
Das Sakrament der Krankensalbung ist ein Zeichen der Heilung und Stärkung in der Situation von Krankheit und Schwäche. Dem Menschen wird Kraft geschenkt: für den Weg der Genesung oder für den Weg durch den Tod.