Radiogottesdienst
Passend zum 800-jährigen Diözesanjubiläum wird der Gottesdienst am weißen Sonntag aus der Wiege der Diözese übertragen. Im frisch renovierten Stift Seckau startete auch das Jubiläumsjahr am 3. Dezember mit einem Festgottesdienst.
Um 10 Uhr am kommenden Sonntag feiert P. Johannes Fragner mit den Gläubigen in der Basilika und den Mitfeiernden vor den Radiogeräten auf Frequenz der ORF Regionalradios den Gottesdienst. Musikalisch mitgestaltet wird der festliche Gottesdienst vom Kirchenchor Seckau und der Schola Seckau.
Basilika Seckau
Nachdem 1142 das von Adalram von Waldeck gegründete Chorherrenstift von St. Marein-Feistritz nach Seckau verlegt worden war, begann man bald mit dem Bau der Kirche, die am 16. September 1164 von Bischof Hartmann von Brixen den hl. drei Königen geweiht wurde. Mit der Gründung eines Suffraganbistums durch den Salzburger Erzbischof Eberhard II. im Jahr 1218 erlangte die Stiftskirche Seckau den Rang einer Kathedrale und gewann jahrhundertelange Bedeutung als Bischofsitz und Grabstätte. Nach der Aufhebung des Chorherrenstiftes 1782 wurde der Bischofsitz nach Graz verlegt. Mit der Wiederbesiedelung des Seckauer Stiftes durch die Beuroner Benediktinermönche im Jahr 1883 gewann das Kloster als spirituelles Zentrum und als Marienwallfahrtsort wieder an Bedeutung. Die Basilika erfuhr nach dem Turmsturz 1886 eine Neugestaltung der Fassade. Auf die Gestaltung der Engelkapelle mit Fresken aus der Apokalypse durch Herbert Boeckl (1952–1960) erfolgte zum 800-Jahr-Jubiläum der Kirchweihe 1964 eine Neuordnung des Altarraumes mit der restaurierten romanischen Kreuzigungsgruppe durch Clemens Holzmeister.