Lebenskunst
14.12. | 07:05 | Ö1
LEBENSKUNST – Begegnungen am Sonntagmorgen, 14. Dezember 2025, 7:05-8.00, Ö1
online:
Faszination Kerzenlicht
Bilder einer hoffnungsvollen Zukunft – Aspekte der Bibel
(Jesaja 35, 1-6b.10)
Als Freudensonntag bezeichnet die Theologin Mirja Kutzer den dritten Adventsonntag, heuer der 14. Dezember, „Gaudete“ genannt. Und „Gaudete in Domino semper“, „Freut euch im Herrn allezeit“, so lautet auch der Introitus, der Eingangsvers zur katholischen Messe an diesem Tag. Im sonst – liturgisch gesprochen – violetten Advent leuchtet in katholischen Kirchen die Farbe Rosa – und eine rosa Kerze brennt auch auf manchen Adventkränzen. In Gottesdiensten ist ein Jubellied aus dem alttestamentlichen Jesajabuch zu hören: Das unfruchtbare Land wird darin zu einem Lebewesen, das sich ebenso nach Leben und Kraft sehnt wie diejenigen, deren Hände schlaff sind und deren Knie wackeln. Alles freilich beginnt zu blühen. Die Bilder, die eine hoffnungsvolle Zukunft zeichnen, laden ein, aus der Erfahrung zu leben, dass Dinge auch gut werden können, ermutigt die an der Universität Kassel lehrende Theologin.
Licht, das in dunkle Zeiten strahlt – Chanukka
Nicht nur Kerzen auf Adventkränzen leuchten, am Abend des 14. Dezember wird auch die erste Kerze am achtarmigen Chanukkaleuchter gezündet, die neunte Auslassung ist für die Anzünder-Kerze. Gedanken zu diesem jüdischen Lichterfest sind vom Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Jaron Engelmayer, zu hören. Er ruft die Geschehnisse rund um die Wiedereinweihung des Tempels von Jerusalem im Jahr 164 v.d.Z. in Erinnerung.
Faszination Kerzenlicht – Ein religionsüberschreitendes Phänomen und Bedürfnis
Gerade an Tagen wie jetzt, an denen es früh dunkelt und spät hell wird, werden gerne Kerzen angezündet, unabhängig von Religion oder welcher spirituellen Richtung man angehört. Und das tut auch Psyche und Seele gut, wie der Biologe, Mediziner und Physiologe Maximilian Moser darlegt. Nina Goldmann hat mit ihm und mit der Religionswissenschafterin Theresia Heimerl gesprochen sowie zu Religionen und Kerzenlicht recherchiert.
Reise zu mir selbst – Begegnung mit Sandra Pioro
Dunkel ist manchmal auch die Seele. Ein schwieriges emotionales Erbe aufzuarbeiten und zu überwinden, dazu ermuntert die Künstlerin und Mentaltrainerin Sandra Pioro. „Nie mehr still. Die Reise zu mir selbst“ ist der Titel ihres jüngsten Buches, das in der Edition Kieper erschienen ist. Maria Harmer hat die Autorin im Jüdischen Museum Wien getroffen.
Porta Incognita – Den Kosmos erfahren
Das Tor, durch das alle gehen müssen, die Porta Incognita, ist eines der Motive des großen österreichischen Künstlers Valentin Oman. Bei aller Schaffensfreude im irdischen Leben möchte er eines Tages „auch den Kosmos erfahren“. Am 14. Dezember wird Valentin Oman 90 Jahre alt.
Redaktion & Moderation:
Doris Appel
