
Gottesdienste
24./25.5. | Radio & TV
Am Pfingstsonntag, dem "Hochfest der Sendung des Hl. Geistes" am 24. Mai, werden aus zwei Kärntner Pfarren Gottesdienste in Radio und Fernsehen übertragen: ServusTV überträgt ab 8.55 Uhr die hl. Messe aus der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Rain/ihpolje. Der ORF überträgt von 10 bis 11 Uhr österreichweit im Programm der Regionalradios den Gottesdienst aus der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Leonhard im Lavanttal.
In Maria Rain wird Pfarrer Ulrich Kogler den Gottesdienst um 8.55 Uhr unter Assistenz von Diakon Alexander Samitsch feiern. Musikalisch gestaltet wird die Heilige Messe von der rhythmischen Gruppe "MariLu" unter der Leitung von Andrea Sablatnig, an der Orgel spielt Nicklas Dovjak.
In seiner Predigt wird Pfarrer Kogler auf die Kraft des Heiligen Geistes eingehen, "mit dem Gott uns immer wieder aufs Neue Mut, Vertrauen und Lebensenergie schenkt". Er hoffe, so Kogler in einer Vorankündigung, "dass der Heilige Geist zu Pfingsten in besonderer Weise auch der ganzen Welt, die aktuell von so vielen Brüchen durchzogen ist, die Botschaft des Friedens einhaucht". Mit Blick auf das Pfingstereignis, das am Pfingstsonntag im Mittelpunkt der biblischen Texte steht, verweist Pfarrer Kogler auf die Bedeutung von Sprache. "Die Muttersprache ist eine Sprache des Herzens, die keine Worte braucht, um verstanden zu werden. Auch die göttliche Stimme ist eine Sprache des Herzens, die sich in unserem Inneren vollzieht", so Kogler.
Radiogottesdienst aus dem Lavanttal
Den via ORF-Regionalradios übertragenen Pfingst-Gottesdienst in der Kärntner Leonhardikirche feiert Dechant Martin Edlinger mit der Gemeinde. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von Kirchenchor und Orchester der Pfarre Bad St. Leonhard unter der Leitung von Franz Köppl, mit der "St.-Canisius-Messe" von Johann Kircher, sowie dem "Brass Quartett der Stadtkapelle Bad St. Leonhard" unter Otmar Lichtenegger. An der Orgel spielen Marie Bischof und Johann Spruk.
"Der Gottesdienst am Pfingstsonntag steht im Zeichen des Heiligen Geistes und der Botschaft von Hoffnung und Erneuerung", so Dechant Edlinger. In seiner Predigt werde er der Frage nachgehen, wo Menschen heute Halt, Mut und Zuversicht finden können. "Die Schriftstellen erzählen von den Jüngern, die durch Gottes Geist neue Stärke gewinnen und den Mut finden, aufzubrechen. Die Predigt möchte diese Erfahrung lebensnah aufgreifen und zeigen, wie die Gaben des Heiligen Geistes auch im Alltag spürbar werden können: durch Frieden, Verständnis, Hilfsbereitschaft und Hoffnung", sagt Edlinger.
Ziel vieler Pilger
Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Rain zählt zu den bedeutendsten Wallfahrtskirchen Kärntens und blickt auf eine Geschichte bis ins Jahr 927 zurück. Die heutige doppeltürmige Kirche entstand großteils aus einem spätgotischen Bau des 15. Jahrhunderts und wurde 1696 barock erweitert. Prägend sind der mächtige Hochaltar mit der spätgotischen Gnadenmadonna aus dem 15. Jahrhundert sowie eine verehrte Blut-Christi-Reliquie. Maria Rain entwickelte sich zu einem wichtigen Wallfahrtsort mit traditionellen Pilgertagen rund um Ostern sowie an Marienfesten im August und September.
Auch die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Leonhard im Lavanttal gehört zu den bedeutenden Wallfahrtsstätten Kärntens. Die ursprünglich romanische Kirche wurde ab dem 14. Jahrhundert zu einer großen gotischen Anlage erweitert und entwickelte sich zum Zentrum der Leonhardsverehrung in Kärnten. Bekannt ist sie unter anderem für ihre schmiedeeiserne Kette rund um die Kirche, ihre umfangreichen gotischen Glasmalereien sowie den kunsthistorisch bedeutenden spätgotischen Annenaltar, von dem 2017 vier jahrzehntelang verschollene Bildtafeln zurückkehrten. Von 2022 bis 2024 wurde die Kirche umfassend saniert; dabei erhielt sie unter anderem einen neu gestalteten Altarraum mit einem massiven Sandstein-Volksaltar und eingearbeiteter Reliquie des hl. Leonhard.
Am darauffolgenden Pfingstmontag, dem 25. Mai, übertragen ORF III und die österreichischen Regionalradios ab 10 Uhr einen evangelischen Gottesdienst aus Pfarrgemeinde A.B. Oberwart im Burgenland. Mit der Gemeinde feiert Ortspfarrerin Sieglinde Pfänder.
Predigen wird in dem Gottesdienst Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser: "Der Ort, an dem der Geist Gottes zu den Menschen kommt, ist ihr Herz. Der Geist wird in die Herzen der Menschen gelegt. Dennoch will ich keine falsche Hoffnung predigen. Denn die Herzen vieler Menschen brennen derzeit vor Verzweiflung und vor Hoffnung. Es geht darum, die Scheuklappen abzulegen und mit dem Geist im Herzen dem Leben zu begegnen."
Die Ausgangssituation damals bei den Jüngerinnen und Jüngern sei auch von Verlusterfahrungen geprägt gewesen, es herrschte "ein Geist der Furcht, denn die JüngerInnen haben Jesus, ihren Lehrer, Vorbild, Anführer, Heiler, verloren. Sie sitzen nun im Haus, ihrem Rückzugsort, und tragen den Schmerz des Verlustes und der Angst vor der Welt draußen." Das gleiche den Verlusten, die die Menschen heute erleiden durch Krieg, Klimaveränderung, Gemeinschaftsverlust. Das könne zu einem "Rückzug in sich selbst führen, wo Menschen keine Nachrichten mehr hören wollen und unter Zukunftsängsten leiden." Hier zeige die Pfingstgeschichte, dass – erfüllt vom Heiligen Geist – Menschen die Kraft finden, hinauszugehen, „aus dem Haus und aus sich selbst. Wo Furcht war, sind Kraft und Bewegung, Liebe und Besonnenheit.“ Predigen wird Moser über 2 Timotheus 1,7, "Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit."
Ortspfarrerin Sieglinde Pfänder bekräftigt: "Pfingsten befreit uns von der Umklammerung der Angst. Ermutigt uns für das, wofür wir brennen, in Bewegung zu kommen, aus uns herauszugehen." Das Feuer stehe als Symbol dafür, "dass wir vom Geist Gottes erfüllt werden und aus dem Vollen schöpfen können".
Musikalisch begleiten den Gottesdienst Andrea Lentner (Gesang) und Michael Seiberler (Orgel).
Im Anschluss an den Gottesdienst besteht die Möglichkeit zur kostenfreien telefonischen Kontaktaufnahme:
- Tel.: 08001002260 für AnruferInnen aus Österreich und Deutschland
- Tel.: 0800100226 für AnruferInnen aus der Schweiz