Lebenskunst
25.10. | 07:05 | Ö1
LEBENSKUNST – Begegnungen am Sonntagmorgen, 25. Oktober 2026, 7:05 – 8:00, Ö1
Josef Grünwidl – Erstes Buch über den neuen Wiener Erzbischof
Dass Wien so lange auf einen neuen Bischof warten musste, habe auch ein bisschen mit ihm zu tun, sagte Josef Grünwidl bei seiner Ernennung vor einem Jahr. Der überzeugte Seelsorger und leidenschaftliche Kirchenmusiker hatte sich zunächst gegen dieses Amt gewehrt. Doch die Nachfolge von Kardinal Christoph Schönborn war von langer Hand geplant. Das geht aus dem neuen Buch des Jesuiten und Publizisten Andreas Batlogg hervor, der den neuen Erzbischof in den ersten Monaten begleitet hat. Er beschreibt Grünwidl als Brückenbauer, Teamplayer und Seelsorger, der auch als Bischof nah bei den Menschen sein will. Stefanie Jeller war bei der Präsentation des Buches „Für euch Bischof, mit euch Christ“, erschienen bei Tyrolia und im Wiener Dom Verlag, dabei.
Berufung 2.0 – der neue Spielfilm „Glaube“
Eine junge Frau, fast 18 Jahre, die in der Stadt Bilbao in eine katholische Schule geht. Sie singt im Chor, hat ihren Freundeskreis, oft ihre liebe Not mit ihrer turbulenten Familie – und sie hegt den Verdacht, zum Leben im Kloster berufen zu sein. Früher wäre das – zumal im katholischen Spanien – wohl Grund zur Freude in ihrem Umfeld gewesen. Aber zu Beginn des 21. Jahrhunderts stößt das Ansinnen der jungen Frau auf Widerstand. Ein langsamer Film, der das Suchen nach eigenen Lebensentwürfen und die Konkurrenz unterschiedlicher Perspektiven und Werte thematisiert, fasst Brigitte Krautgartner zusammen.
Ein Tempel in Döbling – Spatenstich für neues Gotteshaus
Die „Latter Day Saints“, also Mitglieder der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“, auch bekannt als Mormonen, werden in Wien ein für sie ganz besonderes Bauwerk errichten: einen Tempel. Am vergangenen Wochenende ist dort der erste Spatenstich erfolgt. Für die Mitglieder der Kirche ist der Tempel mehr als ein Kirchengebäude. Hier schließen sie Ehen für die Ewigkeit, geben Gott besondere Versprechen und vollziehen stellvertretend religiöse Handlungen für Verstorbene. Sie verstehen den Tempel als einen Ort, an dem Familien über den Tod hinaus verbunden bleiben können. Doch der Tempel ist kein offener Gebetsraum für alle: Zutritt haben nur Mitglieder, die bestimmte Voraussetzungen ihrer Kirche erfüllen. Was macht diesen Ort für seine Gläubigen so besonders? Lisa Ganglbaur hat sich beim Spatenstich in Wien-Döbling umgehört.
Über den einfühlenden Umgang mit Notleidenden – Aspekte der Bibel
Ex 22, 20-26
Um den Umgang mit den rechtlich und sozial Schwächsten der Gesellschaft geht es im Buch Exodus, dem Bundesbuch aus den fünf Büchern Mose der Tora. Die Gebote im Buch schreiben vor, wie sich die Gesellschaft Fremden, Witwen, Waisen und Tagelöhnern gegenüber verhalten soll, unabhängig von ihrer ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit. Als „Motor“ für dieses Verhalten werde der Gott des Volkes Israel beschrieben, so der katholische Theologe und Religionspädagoge Martin Jäggle.
Moderation: Martin Gross
