Peking, 7.8.08 (KAP) Die chinesischen Katholiken wünschen sich, dass Ausländer, die zu den Olympischen Spielen ins Land kommen, die katholischen Kirchen besuchen und an Gottesdiensten teilnehmen. Priester und Laien hätten in Peking Vertreter des weltweiten katholischen Hilfswerks "Kirche in Not" gebeten, diese Einladung auch in den deutschsprachigen Ländern zu verbreiten. Die Mitfeier der Heiligen Messe in einer der großen Kirchen der Pekinger Innenstadt stelle kein Problem dar, auch weil es Gottesdienste in den westlichen Hauptsprachen gibt. In der "Südkathedrale" (Nantang) im Bezirk Xicheng gibt es nach Angaben von "Kirche in Not" sonntags Messen um 6.30 Uhr (Latein), 7 Uhr und 8.30 Uhr (Chinesisch) und 10 Uhr (Englisch); die Werktagsmessen sind um 6 Uhr, 6.30 Uhr und 7.17 Uhr. Weitere Gottesdienstzeiten anderer Kirchen Pekings teilt das Hilfswerk auf Anfrage mit. Vor allem für viele junge Chinesen, die einen westlichen Lebensstil anstreben, gelte das Christentum als "modern", betonte der China-Experte von "Kirche in Not", Michael Ragg. Wenn Ausländer in den Kirchen gesehen werden, hebt das nach Einschätzung der chinesischen Katholiken das Ansehen der Kirche, ihr "Gesicht".
Das Christentum ist laut "Kirche in Not" derzeit die am schnellsten wachsende Religion Chinas. Vor allem unter Studenten gebe es eine Welle der Hinwendung zum Christentum. In den Jahren 2006 und 2007 hat "Kirche in Not" die chinesischen Katholiken nach eigenen Angaben mit 870.000 und 950.000 Euro unterstützt. Diese Hilfe sei sowohl der "Untergrundkirche" als auch Initiativen der "Patriotischen Vereinigung" (soweit deren Bischöfe vom Papst anerkannt sind) zu Gute gekommen. Als Hilfswerk päpstlichen Rechts unterstütze "Kirche in Not" das "intensive Bemühen" des Vatikans, beide Strömungen der katholischen Kirche in China miteinander zu versöhnen.






