Vorsitzende Gmeindl: In wirtschaftlich schwierigen Zeiten werden Lehrstellen eingespart - Neue Regierung muss schnell und entschieden gegensteuern
Wien, 2.12.08 (KAP) Die Katholische Jugend appelliert an die am Dienstag angelobte neue Bundesregierung, rasch Maßnahmen für mehr Jugendbeschäftigung umzusetzen. "Im Bereich Jugendbeschäftigung ist es jetzt dringend notwendig, ein Konjunkturpaket zur Steigerung der Lehrstellen zu schnüren. Denn das Erste was in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eingespart wird, sind Lehrstellen. Hier muss schnell und entschieden gegengesteuert werden", so Sibylla Gmeindl, Vorsitzende der Katholischen Jugend Österreich (KJÖ), in einer Presseaussendung am Dienstag.
Erfreut ist die KJÖ darüber, dass - laut Regierungsprogramm - die Berufsorientierung ab der 7. Schulstufe ausgebaut werden soll. Enttäuschend sei hingegen, dass die Wiedereinführung des Kündigungsschutzes von Lehrlingen im Regierungsprogramm nicht berücksichtigt wurde.
Dass die neue Regierung in der Förderung von Begabungen und Talenten eine zentrale Aufgabe der Bildungspolitik erkennt, wird von der KJÖ begrüßt. Unklar sei aber leider, "in welcher Art und Weise das umgesetzt werden soll", so Gmeindl.
Die geplante Einführung eines verpflichtenden Ethikunterrichts für jene, die sich vom Religionsunterricht abmelden, sieht die KJÖ positiv. Gmeindl: "Es freut uns besonders, dass Vertreter von Religionsgemeinschaften in die Detailplanung einbezogen werden sollen. Die Katholische Jugend steht hier sehr gerne als kompetente Gesprächspartnerin zur Verfügung."
Positiv bewertet wird auch die geplante Absicherung des Freiwilligen Sozialen Jahres. Das sei ein wichtiger Schritt in Richtung Anerkennung von Freiwilligendiensten. Die KJÖ fordert darüber hinaus aber die rechtliche und finanzielle Absicherung für alle Freiwilligendienste, so etwa auch für das Freiwillige Ökologische Jahr.
Katholische Jugend fordert Konjunkturpaket für mehr Lehrstellen






