Die Österreichischen Bischöfe
im Heiligen Land
Vom 2. bis 10. November dieses Jahres bereisten die Österreichischen Bischöfe das Heilige Land. In erster Linie diente die Reise dem Nachspüren der "Quellen des Glaubens", so Kardinl Christoph Schönborn. Bereits während ihrer Reise, die von zahlreichen Begegnungen mit kirchlichen wie politischen Vertretern geprägt war, berichteten die Bischöfe in einem Hirtenbrief an die Katholiken in Österreich von ihren Erfahrungen und tiefen prägenden Eindrücken während der Reise. Einen ausführlichen Bericht über die Reiseerfahrungen und die einzelnen Begegnungen und Stationen können Sie auch Nachhören: > Audio.
Doch nicht nur der spirituellen und religiösen Suche diente die Reise nach Israel. Sie wurde zugleich verbunden mit der traditionellen Arbeitstagung der Bischöfe im Herbst. In diesem Jahr standen die Beratungen unter drei Schwerpunktthemen: dem Thema Lebensschutz, dem Thema Ehe und Familie sowie dem Thema Lateinamerika - dies insbesondere aus Anlass der zunehmenden Bedrohungen, denen sich der austro-brasilianische Bischof Erwin Kräutler in Brasilien ausgesetzt sieht. (Zusammenfassung)
Ausdrücklich erinnern die österreichischen Bischöfe in ihrer Presseerklärung an die bereits vor mehr als 30 Jahren vom damaligen Bundeskanzler Bruno Kreisky versprochenen "flankierenden Maßnahmen" zur Fristenregelung. Dabei verweisen die Bischöfe auf die Ansprache Papst Benedikts XVI. in der Wiener Hofburg während seines Österreich-Besuchs im September, bei der der Papst das Recht auf Leben als "grundlegendes Menschenrecht auch für Ungeborene" verteidigte. Wörtlich schreiben dazu die Österreichischen Bischöfe: "Christen müssen Freunde und daher Schützer und Förderer des menschlichen Lebens sein, sei es geboren oder noch nicht geboren, sei es entfaltet oder behindert".
Besorgt zeigen sich die österreichischen Bischöfe im Blick auf die in den vergangenen Monaten in Österreich unter dem Begriff "Homo-Ehe" geführte Diskussion um die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Eine rechtliche Anerkennung in Form einer standesamtlichen Anmeldung homosexueller "Ehen" sei abzulehnen, so die Bischöfe, da dies eine Gleichstellung mit der Ehe bedeuten würde, obgleich eine homosexuelle Partnerschaft in keiner Weise die gleichen Leistungen und Opfer wie eine Familie auf der Grundlage der Ehe für die Entwicklung der Gesellschaft erbringen könne.
Mit Sorge blicken die österreichischen Bischöfe außerdem auf die bedrohliche Lage, in der sich der austro-brasilianische Bischof Erwin Kräutler befindet. Seit der Ermordung der Ordensfrau Dorothy Stang am 12. Februar 2005 ist Kräutler ständigen Todesdrohungen ausgesetzt und bedarf des ständigen Personenschutzes. Diese Situation habe die Bischöfe veranlasst, Bischof Kräutler ihrer uneingeschränkten Solidarität zu versichern.














