Weihnachten
An Weihnachten feiert die Kirche das Hochfest der Geburt Jesu Christi. Die zentrale Botschaft von Weihnachten ist die Menschwerdung Gottes: Gott offenbart sich in dem Kind in der Krippe, in Jesus. Das Weihnachtsfest wird von der Christmette (24./25. Dezember) bis zum 6. Jänner (Epiphanie-Fest) gefeiert und ist nach Ostern das zweithöchste Fest der Christen.
In den ersten drei Jahrhunderten kannten die Christen nur das Osterfest. Erst im 4. Jahrhundert wurde in Rom der 25. Dezember als Geburtsfest Christi eingeführt. Am 25. Dezember, dem Tag der Wintersonnenwende feierten die Heiden das von Kaiser Aurelian eingeführte Fest des Sonnengottes. Die Kirche setzte daraufhin das Fest der Geburt Jesu dagegen.
Von der Geburt Jesu berichten verschiedene Texte und Traditionen. Nach alten Überlieferungen gilt der 25. März als erster Tag der Schöpfung. Mit diesem Tag brachte man ebenfalls die Geburt Christ in Zusammenhang. War Jesus am 25. März empfangen, so konnte man den 25. Dezember als seinen Geburtstag festlegen. Einen weiteren Hintergrund bietet das Lukasevangelium. Dort heißt es, dass Jesus sechs Monate nach der Geburt Johannes des Täufers (24. Juni) zur Welt kam. Andere Quellen nehmen die Geburt Jesu im Frühling an, wieder andere rechnen mit der Geburt Jesu im Mai (20. Mai).
Ein reiches Brauchtum begleitet die Weihnachtszeit. Zu den "klassischen" Elementen gehören der Weihnachtsbaum sowie die Krippe.
Die Tradition des Weihnachtsbaumes reicht bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts zurück. Seit etwa 1800 ist er bereits in vielen "gehobenen" Familien zu finden. In Österreich wurde er erstmals im Jahr 1813 aufgestellt. Als Symbol des Lebens hat der Weihnachtsbaum bereits in mittelalterlichen Krippenspielen eine Rolle gespielt. Dort wurde er als "Paradiesbaum" oder "Adamsbaum" bezeichnet.
Die Krippe bezeichnet ursprünglich nur den Futtertrog, in den Jesus nach seiner Geburt laut Lukasevangelium gelegt wurde (Lk 2,7). Später ging der Name "Krippe" auf figürliche Darstellungen des Weihnachtsgeschehens (Kind in der Krippe, Maria und Josef, Hirten, Ochs und Esel, die drei Könige usw.) über. Erstmals soll der hl. Franziskus im Jahre 1223 im Wald von Greccio das Weihnachtsgeschehen auf diese Art und Weise veranschaulicht haben. In Italien waren die Krippen bereits in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts weit verbreitet. Im Laufe des 16. Jahrhunderts fanden sie auch in anderen Ländern den Einzug in die Weihnachtstradition.













