"Ämter und Dienste" - unter diesem Titel diskutierten heuer vom 8. bis 10. Jänner die Teilnehmer der "Österreichischen Pastoraltagung" in Salzburg. Der Zuspruch von Bischöfen wie von Interessierten war enorm.
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Über 400 Teilnehmer, darunter 10 Bischöfe - das sind die eindrucksvollen Zahlen, mit denen die heurige Österreichische Pastoraltagung aufhorchen ließ, die vom 8. bis 10. Januar im Salzburger Bildungshaus St. Virgil stattfand.
Grund für den großen Andrang war das gewählte Thema "Ämter und Dienste" - gleichsam eines jener "heißen Eisen", um die in der Vergangenheit in der Kirche immer wieder gerungen wurde und gerade angesichts eines weiter grassierenden Priestermangels weiter gerungen wird.
"Nahversorgerin für die Seele"
Eröffnet wurde die Tagung am 8. Jänner vom Kärntner Diözesanbischof und zuständigen Referatsbischof Alois Schwarz. In einem anschließenden Gespräch mit "Kathpress" betonte Bischof Schwarz noch einmal sein besonderes Anliegen für diese Tagung: "Die Kirche muss Nahversorgerin für die Seele bleiben". Es sei Aufgabe der Tagung, die Umsetzung dieses Grundsatzes angesichts erschwerter pastoraler Bedingungen in den Diözesen zu reflektieren.
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Bischof Alois Schwarz, Gurk-Klagenfurt
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Im Blick auf pastorale Engpässe in manchen Diözesen mahnte Schwarz zur "Zurückhaltung" bei der Aufgabe gewachsener Pfarrstrukturen. Skeptisch zeigte sich der Bischof im Hinblick auf Strukturreformen, die Seelsorgeräume und Pfarrverbände "über die Köpfe der Menschen hinweg" schaffen wollen. Verordnete Reformen könnten allzu leicht das Engagement und die eigenständig von Pfarrgemeinden entwickelten Formen der Zusammenarbeit zerstören und damit Frustrationen hervorrufen.
Kothgasser: "Symptome einer tiefer gehenden Krise"
Der gastgebende Bischof Salzburger "Hausherr", Erzbischof Alois Kothgasser, fügte im Gespräch mit "Kathpress" hinzu, dass er sich eine "offene Diskussion der real bestehenden Probleme" und eine "gleichzeitige geistig-geistliche Stärkung für die Lösung dieser Fragen" von der Tagung erhoffe. Dabei gelte es zu beachten, dass die bestehenden Probleme jedoch "nur Symptome einer tiefer gehenden Krise der Glaubensfestigkeit" darstellen. Bei allen notwendigen Umstrukturierungen des pfarrlichen Lebens wie etwa der Zusammenfassung von Pfarrgemeinden zu Pfarrverbänden dürfe nicht aus dem Auge verloren werden, dass Strukturreformen die Glaubenskrise nicht lösen können, so Kothgasser.
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Erzbischof Alois Kothgasser, Salzburg
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Außer Erzbischof Kothgasser und Diözesanbischof Alois Schwarz nahmen darüber hinaus auch die Diözesanbischofe Manfred Scheuer (Innsbruck), Egon Kapellari (Graz), Klaus Küng (St. Pölten), Ludwig Schwarz (Linz), Elmar Fischer (Feldkirch) Paul Iby (Eisenstadt) sowie der Salzburger Weihbischof Andreas Laun und der Wiener Weihbischof Franz Scharl an der Tagung teil.
Auch der Grazer Diözesanbischof wies im "Kathpress"-Gespräch darauf hin, dass die pastorale Situation nicht nur mit Konzentration auf den Priestermangel betrachtet werden dürfe. Es gebe weitere drängende pastorale Probleme und Herausforderungen, denen sich insbesondere die christlichen Kirchen in Westeuropa stellen müssten.
Als Beispiele nannte Bischof Kapellari den "kämpferischen Atheismus" sowie eine "wachsende Gleichgültigkeit gegenüber dem christlichen Erbe". Eine "Verkrallung in die Frage der Zulassungsbedingungen zum Priesteramt" könne in dieser Situation zu einer "Schwächung der Kirche angesichts der weitaus größeren Herausforderungen" führen, so Kapellari. Die Frage der Zulassungsbedingungen sei nicht von einzelnen Teilkirchen selbständig zu entscheiden. Vielmehr bedürfe es hierzu der Übereinstimmung mit der Kirche im ganzen.
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Bischof Egon Kapellari, Graz-Seckau
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Selbstverständlich müsse man die Frage des Rückgangs an priesterlichen Berufungen ernst nehmen, so Bischof Kapellari. Es bestehe die berechtigte Sorge, ob genügend Priester für die ihrem Dienst vorbehaltenen Sakramente da sein werden. Dass diese Problematik von den Bischöfen "sehr ernst genommen" werde, sei nicht zuletzt im großen Zuspruch deutlich, den die Pastoraltagung heuer auch von bischöflicher Seite erfährt.
Dankbar zeigte sich Bischof Kapellari darüber, dass bei der Diskussion der Amtsfrage in der Kirche und der Verantwortung der Laien heute friedfertig und ohne den mitunter ätzenden Ton vergangener Jahre gesprochen werde.
Scheuer: Erinnerung an "Dialog für Österreich"
Für eine differenzierte Sicht der "heute oftmals schnell im Munde geführten Krise" des kirchlichen und pfarrlichen Lebens plädierte der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer. Im "Kathpress"-Gespräch erinnerte Scheuer etwa an die Delegiertenversammlung zum "Dialog für Österreich", die vor zehn Jahren, im Oktober 1998, ebenfalls Bildungszentrum St. Virgil stattgefunden hatte. Man dürfe heute nicht aus dem Blick verlieren, dass die Diskussion dieser Probleme bereits seit zehn Jahren im Gange sei. "Trotz mancher Enttäuschung" gebe es im Gefolge der Salzburger Delegiertenversammlung auch "zahlreiche Aufbrüche und Früchte" wie etwa das Ökumenische Sozialwort der Kirchen in Österreich oder die Jugendaktion "72 Stunden ohne Kompromiss". Auch erhoffe er sich von der heurigen Pastoraltagung ein erneutes "Aufeinanderzugehen" zwischen Priestern und Laien.
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Bischof Manfred Scheuer, Innsbruck
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Dennoch erfordere die heutige Situation einen "nüchternen Blick auf eine oftmals durchwachsene Glaubenslandschaft", so der Innsbrucker Bischof. Auf den faktischen Priestermangel habe er in seiner Diözese etwa mit der Schaffung von Seelsorgeräumen reagiert, "eine Initiative, die jedoch auch der Glaubensvertiefung dient", sagte Scheuer. Die ersten Erfahrungen mit den Seelsorgeräumen seien "insgesamt besser als es manchen Untergangspropheten lieb wäre". Daher sei es "voreilig" und "falsch", angesichts der Bildung von Seelsorgeräumen und Pfarrverbänden von einer "Depression" oder einem "reinen Krisensymptom" zu sprechen, so der Bischof.
Auf den Spuren des Konzils
Zustimmung zu einer differenzierten Sicht auf die pastorale Krise kommt auch vom Tübinger Pastoraltheologen Prof. Ottmar Fuchs. Im "Kathpress"-Gespräch beharrte auch er darauf, dass die "pastorale Krise" sich nicht allein auf die Frage Neupriesterzahlen reduzieren lasse. Dennoch übte Fuchs harsche Kritik: so zeige der zögerliche Umgang der Kirche mit dieser Frage des Priestermangels eine "mangelnde Solidarisierung des kirchlichen Leitungsamtes mit den tatsächlichen Gemeindeproblemen".
Berufungen gäbe es unter Frauen wie Männern "genügend", meinte Fuchs weiter; die Kirche schaffe es jedoch nicht, diese Berufungen "offen anzunehmen". Es sei falsch, diese Frage immer auf Rom abzuschieben. Offenbar sei hier der Leidensdruck noch nicht groß genug, so der Pastoraltheologe. Als einen möglichen ersten Schritt, auf den Priestermangel zu reagieren, nannte Fuchs die Weihe von "viri probati" (bewährten verheirateten Männern). Es gebe "absolut keine theologischen Hindernisse", hier erste Schritte zu wagen. Es sei ihm daher "ein Rätsel, warum es keine deutlicheren Bemühungen gibt, diese Möglichkeit in Rom vorzutragen und offen zu diskutieren".
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Prof. Ottmar Fuchs, Tübingen
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Fuchs hatte den ersten Hauptvortrag der Pastoraltagung über "Pastoraltheologische Grundlagen der Ämter und Dienste im Volk Gottes" gehalten. Dabei hatte Fuchs einen betont weiten Begriff von "Pastoral" entfaltet, der pastorale Arbeit nicht auf Tätigkeiten im unmittelbar kirchlichen Umfeld beschränkt, sondern "alle Orte, an denen Menschen leben" als "Orte der Kirche und damit als Orte der Pastoral" bezeichnet. Das Zweite Vatikanische Konzil habe diese weite Dimension des Pastoralbegriffs etwa in der Konstitution über die Kirche in der Welt von heute "Gaudium et spes" dargelegt.
Rolle der Laien stärken
Die kirchenrechtlichen Möglichkeiten einer angesichts des Priestermangels notwendigen weiteren Einbindung der Laien in kirchliche Leitungsaufgaben lotete der Innsbrucker Kirchenrechtler Prof. Wilhelm Rees aus. Eine Kirche, der es um das Heil des Menschen gehe, könne "ihre Augen nicht vor dem Priestermangel verschließen" und müsse daher "die Teilhabe der Laien an der Verkündigung, an den Heiligungsdiensten sowie an der Leitung der Kirche verstärken".
Die kirchenrechtliche Basis hierzu bilde das heute geltende kirchliche Gesetzbuch, der "Corpus Iuris Canonici" (CIC) von 1983, der wiederum in seiner Bestimmung des Amtsbegriffs wesentlich auf der Theologie des Zweiten Vatikanischen Konzils basiere. Das Konzil habe durch seine Entfaltung des "dreifachen Amtsbegriffs" (priesterlich, königlich, prophetisch) die frühere Gegenüberstellung von Klerikern und Laien aufgesprengt.
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Prof. Wilhelm Rees, Innsbruck
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Dennoch sei die Theologie des Konzils im CIC nicht vollständig rezipiert worden, so Rees, da es gerade bei der Gemeindeleitung weiterhin Vorbehalte gegenüber der Rolle der Laien gebe (so etwa in Kanon 129, wo es heißt, dass nur diejenigen zur Übernahme von Leitungsämtern in der Kirche befähigt seien, "die die Heilige Weihe empfangen haben"). Auf der anderen Seite gebe es mit Kanon 517 eine Bestimmung, die den Bischöfen die rechtliche Möglichkeit eröffne, in pastoralen Notsituationen Leitungsfunktionen auch an Laien zu delegieren. Dieser Kanon werde jedoch heute zunehmend kritisch gesehen, so Rees, da offensichtlich befürchtet werde, dass er "die Einheit von Weihe und Leitungsvollmacht unterlaufe" und Laien zunehmend zu "Hirten der Gemeinden" werden.
Kritik übte Rees darüber hinaus an der von einigen Diözesen derzeit betriebenen Bildung von Seelsorgeräumen und Pfarrverbänden. Diese basierten zumeist auf einem "alten Amtsverständnis, in dem der Priester im Mittelpunkt des Pfarrlebens" steht. Zugleich verschärfe dies den Mangel an Priesteramtskandidaten weiter, so Rees, da sich zunehmend ein Bild eines Priesters als "Manager und Blaulicht-Priester in pastoralen Notsituationen ohne Zeit für den Kontakt mit den Menschen" herausbilde. Dieses Bild könne junge Menschen abschrecken, die sich für den Priesterberuf interessieren.
Siebenrock: "Wir brauchen eine neue Theologie des Amtes"
Der Nachmittag des ersten Tages der Pastoraltagung stand im Zeichen der Praxis sowie der Besinnung auf theologische Grundlinien des Amtsverständnisses der Kirche. Drei Kurzstatements spiegelten zunächst die Lage des österreichischen Pfarrlebens aus der Sicht eines Priesters, eines Diakons sowie einer Pastoralassistentin.
Für eine "neue Theologie des Amtes" im Rekurs auf die Theologie des Zweiten Vatikanischen Konzils plädierte im Anschluss der Innsbrucker Dogmatiker Prof. Roman Siebenrock. Laut Siebenrock biete insbesondere das Konzilsdokument "Lumen gentium" wichtige Eckpunkte für eine solche Theologie des Amtes, da sich "in jeder Theologie des Amtes auch das jeweilige Kirchenverständnis widerspiegeln muss".
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Prof. Roman Siebenrock, Innsbruck
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Das Konzil biete dabei mit seiner Grundüberzeugung einer den Rahmen enger Kirchlichkeit sprengenden Präsenz Christi in der Welt ("Repräsentatio Christi in Differenz") oder etwa seinem Verständnis des Amtes als Dasein-für-Andere zentrale Anschlussmöglichkeiten, so Siebenrock, die bislang jedoch noch nicht ausreichend theologisch reflektiert worden seien. Insgesamt seien die Impulse des Konzils im Blick auf die Ämterfrage "noch nicht in den Bauch gegangen".
Eine Theologie des Amtes habe laut Siebenrock entsprechend einen weiten Begriff des Amtes zu entwickeln, der "jeden Christen mit dem dreifachen Amt Christi – dem priesterlichen, dem königlichen und dem prophetischen – in Anspruch nimmt".
An den Vortrag von Prof. Siebenrock schloss sich eine intensive Gruppenarbeit in ingesamt 15 "Workshops" an, die ein breites Themenspektrum behandelten: Von "Aufgabe und Funktion des Amtes im pastoralen Netzwerk Kirche" (Leitung: Helmut Eder/Linz) über "Lebensraumorientierte Seelsorge - ein Weg zu einer milieusensiblen und kundenorientierten Volkskirche" (Leitung: Damian Kaesar-Casutt/St. Gallen) und "Anliegen der Pfarrerinitiative: Rebellion oder Erneuerungsimpuls?" (Leitung: Dechant Gerald Gump/Schwechat) bis zum "Burn out"-Syndrom (Leitung: Karin Bauer/Innsbruck).
Söding: An Paulus orientieren
Am zweiten Tag der Pastoraltagung plädierte der Bochumer Neutestamentler Prof. Thomas Söding für eine "Rückbesinnung auf Paulus in jeder theologischen Grundierung der Amtsfrage". Paulus sei "die entscheidende Gestalt", da er selbst den Aufbau der Kirche am stärksten vorangetrieben habe und "klare Vorstellungen von den Aufgaben jedes einzelnen Gemeindemitgliedes hatte".
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Prof. Thomas Söding, Bochum
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Von Paulus zu lernen bedeute heute, eine Engführung auf ein einseitiges Amtsverständnis zu vermeiden, sagte Söding: Laut Paulus komme vielmehr jedem Glaubenden ein ihm eigener Dienst in der Kirche zu. Paulus habe "keine Kirchenfunktionäre gewollt, sondern Männer und Frauen, die das Evangelium leben". Erst von dieser allgemeinen Berufung durch den Heiligen Geist ausgehend entfalte Paulus ein detailliertes Amtsverständnis mit einzelnen Aufgaben wie etwa der Gemeindeleitung und der Verkündigung.
Sedmak: "Nicht ständig auf die Mängel schauen"
Auch der Salzburger Philosoph und Theologe Prof. Clemens Sedmak warnte vor einer "ausschließlichen Konzentration auf Mängel in der Kirche". Aus psychologischer Sicht lasse sich feststellen, dass die bloße Bekämpfung von "Quellen der Unzufriedenheit" zu einer weiteren Schwächung führe, die "Stärkung von Quellen der Zufriedenheit" hingegen positive Effekte hervorrufe. Es sei "kontraprdouktiv", ständig auf das Problem des Priestermangels zu blicken. Wichtiger sei es in dieser Situation, "auf das zu blicken, was uns Kraft gibt und worin der Auftrag der Kirche besteht".
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Prof. Clemens Sedmak, Salzburg
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Der grassierende Glaubwürdigkeitsverlust, dem sich Repräsentanten der Kirche wie die Kirche als Institution insgesamt in der Öffentlichkeit ausgesetzt sehen, muss überwunden werden, betonte Sedmak: Notwendig sei die Entwicklung einer "theologischen Amtsethik". "Eckpfeiler" einer solchen Amtsethik lassen sich laut Sedmak im Rekurs auf Cicero, den Kirchenvater Ambrosius sowie den Heiligen Thomas von Aquin gewinnen. Cicero habe etwa auf Basistugenden wie Bescheidenheit, Ausgeglichenheit und Einfühlsamkeit hingewiesen, die die Glaubwürdigkeit von Amtsträgern steigern. Ambrosius habe die Grundüberlegungen Ciceros aufgenommen und auf die Kirche übertragen. So weise Ambrosius darauf hin, dass jeder kirchliche Amtsträger nicht nur in der Lehre, sondern auch in seinem Lebenswandel den Gläubigen ein Vorbild sein müsse.
Thomas von Aquin habe schließlich einen klaren Kriterienkatalog für das Handeln der Bischöfe erstellt. Demnach müssen Bischöfe laut Thomas von Aquin stets in Verantwortung für den Nächsten handeln, sie hätten ihr Amt in einer Haltung der Demut auszuüben und zugleich die mit dem Amt verbundenen Insignien nicht leichtfertig abzulehnen. Außerdem sei es laut Thomas die Pflicht der Bischöfe, "Präsenz unter den Menschen zu zeigen", so Sedmak.
| Heinrich E. Thonet | 20.03.2009 10:10 | antworten | |
| Der letzte Beitrag von Prof. Sedmak fasst alles zusammen, im Sinne von: Sehen wir das Glas halbvoll oder halbleer. Letztlich ist die Geschichte der Kirche eine Liebesgeschichte Gottes mit Seinem auserwählten und erwähltem Volk. Das Liebesgebot Gottes muss Grundllage allen Handeln sein, sonst zerbricht der Mensch an sich selber. |
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| fk | 19.01.2009 16:04 | antworten | |
| Ich danke und gratuliere zu dieser Zusammenfassung. | ||
| rotter karl | 16.01.2009 19:07 | antworten | |
| Die Volkskirche ist tot. Wir sind Missionsgebiet. Zur Pastoral sollen endlich die traditionstreuen Priester (Petrusbruderschaft) in den Diözesen Pfarreien übernehmen, dann gibt es genügend Priester. Alles andere ist Mimpitz. | ||
| Gerhard Hofbauer | 13.02.2009 16:04 | antworten | |
| Natürlich gibt´s dann genügend Priester - weil´s nämlich dann kaum mehr Gläubige geben wird. | ||
















