Vorkonferenz der Glaubensgemeinschaften gab auf die Themen der XVIII. Weltaidskonferenz religiös motivierte Antworten
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Vom 18. bis 23. Juli fand in Wien die 18. Internationale AIDS-Konferenz unter Federführung der UN-Organisation UNAIDS statt. Es kamen rund 30.000 Teilnehmer und ca. 3.000 Journalisten aus aller Welt. Die Konferenz diente dem Austausch zwischen Wissenschaft, Pharmaindustrie, Entwicklungshilfe, Sozialarbeit und Politik über jüngste Entwicklungen in der Bekämpfung der Seuche. Der letzte Kongress fand 2008 in Ciudad de Mexico statt.
Weltweit sind nach Angaben von UNAIDS, dem Programm der Vereinten Nationen zur Eindämmung von HIV/Aids, mehr als 33,4 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert.
Auch wenn die Kirchen, die weltweit rund ein Viertel der Aids-Hilfe leisten, nicht aktiv an der Konferenz teilnehmen werden, wird es im Vorfeld der Tagung eine eigene internationale Vorkonferenz der Glaubensgemeinschaften geben. "Rechte hier und jetzt. Was hat Glaube damit zu tun?" - so lautet der Titel der Tagung, zu der internationale Experten und Aktivisten der großen Weltreligionen in der Technischen Universität in Wien zusammenkommen werden. Veranstalter der Vorkonferenz ist die Ecumenical Advocay Alliance ("Ökumenische Anwaltschafts-Allianz") mit Sitz im Ökumenischen Zentrum in Genf.
Als Referenten bei der Vorkonferenz der Glaubensgemeinschaften haben unter anderen Olav Fykse Tveit, Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, Nyaradazayi Gumbonzvanda, Generalsekretärin der Young Women Christian Association (YWCA), Hanny El Banna, Geschäftsführer des "Humanitarian Forum", der weltweit größten muslimischen Hilfsorganisation, und Prudence Mabele, Direktorin des internationalen Netzwerks HIV-positiver Frauen zugesagt. Auch Michel Sidibe, Direktor von UNAIDS, wird erwartet.
Bischöfe fordern konzentriertes Vorgehen gegen Aids-Pandemie
Die Österreichische Bischofskonferenz fordert ein konzentriertes Vorgehen bei der Bekämpfung der AIDS-Pandemie und will sich daran wie schon bisher aktiv beteiligen. Das hält eine Stellungnahmen der Bischofskonferenz fest, die am Freitag vom zuständigen Referatsbischof Klaus Küng (St. Pölten) veröffentlicht wurde. Es müsse "alles getan werden, um die weitere Ausbreitung dieser Krankheit zu verhindern und um Gleichgültigkeit und Vorurteile gegenüber jenen Menschen abzubauen, die mit HIV infiziert und an AIDS erkrankt sind," betonen die Bischöfe.
Gleichzeitig verpflichtet sich die Kirche, Mentalitäts- Einstellungs- und Verhaltensänderungen zu fördern, die zur Bekämpfung der AIDS-Pandemie notwendig sind; "Stigma und Diskriminierung" müssten "ausgerottet werden". Die Bischöfe fordern u.a. den Zugang von retroviralen Medikamenten für alle, besseren Schutz, Behandlung, Betreuung und Ausbildung von Kindern insbesondere von AIDS-Waisen, Änderungen bei den Patentzahlungen auf HIV/AIDS Medikamente sowie die Einhaltung der Zusagen für die Entwicklungszusammenarbeit.







