Jugendbischof zieht im "Kathpress"-Gespräch positive Bilanz der Mariazeller Jugendwallfahrt
Mariazell, 15.08.10 (KAP) Eine positive Bilanz der Mariazeller Jugendwallfahrt hat Weihbischof Stephan Turnovszky gezogen. Das Treffen der Jugendlichen mit den Bischöfen habe gezeigt, "dass die Kirche lebt", so der Jugendbischof im Gespräch mit "Kathpress". Seine Hoffnung auf viele unkomplizierte authentische Begegnungen habe sich erfüllt. Besonders habe ihn die vorhandene Vielfalt an spirituellen Ausdrucksformen, Altersgruppen oder auch geografischer Herkunft der jungen Wallfahrer beeindruckt. Turnovszky: "Es gibt sehr viele verschiedenartige junge Menschen, die eines gemeinsam haben: Sie fühlen sich in der Kirche beheimatet."
Die 600 anwesenden Jugendlichen wolle er dabei aber nicht als exklusiven Kreis ansehen, so der Bischof: "Als Kirche leben wir nie für uns allein. Wir sind hier keine Gegengesellschaft sondern wir sind stellvertretend hier für viele, die alle von Gott geliebt sind."
In die gleiche Kerbe schlug Turnovszky auch am Samstagabend in seiner Predigt im Rahmen der Lichterprozession, als er auf das Motto der Wallfahrt - "Voll Leben" - zu sprechen kam: "'Voll Leben' im christlichen Sinn hängt immer auch damit zusammen, für andere Verantwortung zu übernehmen und Sorge zu tragen." Der Glaube sei kein Selbstzweck, so der Bischof: "Christen sind für die Welt da, nicht für die Kirche." Die Sendung der Kirche gelte vor allem auch jenen Menschen, die ihr fern stehen. Die jungen Wallfahrer rief Turnovszky auf, auch auf jene Jugendlichen zu sehen, die nicht bei der Wallfahrt mit dabei waren.
Geleitet wurde die Lichterprozession vom Grazer Bischof Egon Kapellari. Er erinnerte die Wallfahrer an den Besuch von Papst Benedikt XVI. 2007 in Mariazell und das damalige Motto "Auf Christus schauen." Dies sei ein Dauerauftrag für alle Christen, so Kapellari.
Neben den 600 Jugendlichen und den Bischöfen nahmen auch zahlreiche weitere Pilger an der traditionellen Mariazeller Lichterprozession teil. Zu Ende ging das Wallfahrtsprogramm am Samstag mit einer nächtlichen Vigil-Feier in der Basilika. Die Bischöfe luden zur Beichte ein und stellten sich selbst als Beichtpriester zur Verfügung. Zahlreiche Pilger folgten dieser Einladung.






