Feige erinnerte an die mutigen Bürgerrechtler und die friedlichen Demonstranten, aber auch an viele Kirchenführer und Staatsmänner, "die prophetisch und entschieden gehandelt haben". Großen Einfluss auf den Wandel habe auch Johannes Paul II. gehabt, der mit seiner Kritik am Kommunismus seinen polnischen Landsleuten geistig den Rücken gestärkt habe. Feige warnte vor einer wachsenden Verklärung der DDR. Angesichts ernster Probleme der Gegenwart flüchteten viele in eine "angeblich heile Vergangenheit". Es dürfe aber nicht vergessen werden, wie im Namen der marxistisch-leninistischen Ideologie mit Menschen umgegangen worden sei.
Wanke betonte, die Revolution habe die Rahmenbedingungen des gesellschaftlichen und persönlichen Lebens verändert. Die neue Freiheit müsse aber auch "gewollt ergriffen und verantwortlich gestaltet werden". Der Bischof warnte vor Resignation: "Wer aufgibt, sich immer wieder um das Bessere zu mühen, gibt sich selbst auf". Christen könnten darauf vertrauen, dass Gott selbst einen Neuanfang mit der Welt gemacht habe.






