Sterbebegleitung - Sterben an der Hand eines Menschen
Zu
Allerheiligen und Allerseelen gehört für viele Menschen weiterhin der Gang auf den Friedhof. Im Gedenken, in der stillen Trauer wird deutlich, dass der Mensch zum Leben statt zum Tod berufen ist. Trauer ist Widerstand gegen den Tod, ist Aufstand gegen das Ärgernis des täglichen, des ungezählten Sterbens. Die größte Anstrengung des Menschen besteht demnach - einem Wort Elias Canettis' zu Folge - darin, "sich nicht an den Tod zu gewöhnen".
Die Diözesen Österreichs wollen aus diesem Grund ein offenes Wort gegen den Tod in einer seiner schrecklichsten Formen sagen: gegen den Tod durch die Hand eines anderen Menschen, gegen die Sterbehilfe.
Von
Kardinal Franz König stammt der mittlerweile zum "geflügelten Wort" gewordene Ausspruch, dass der Mensch "nicht
durch die Hand eines Menschen" sondern vielmehr "
an der Hand eines Menschen" sterben sollte.
Und auch Papst Benedikt XVI. nahm dieses Thema bei seinem Besuch in Österreich zum Anlass mahnender Worte. Wörtlich sagte der Papst bei seiner Ansprache in der Wiener Hofburg:
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Papst Benedikt XVI. in Österreich |
"Es ist zu befürchten, dass eines Tages ein unterschwelliger oder auch erklärter Druck auf schwer kranke und alte Menschen ausgeübt werden könnte, um den Tod zu bitten oder ihn sich selber zu geben. Die richtige Antwort auf das Leid am Ende des Lebens ist Zuwendung, Sterbebegleitung - besonders auch mit Hilfe der Palliativmedizin - und nicht 'aktive Sterbehilfe'. Um eine humane Sterbebegleitung durchzusetzen, bedürfte es freilich struktureller Reformen in allen Bereichen des Medizin- und Sozialsystems und des Aufbaus palliativer Versorgungssysteme. Es bedarf aber auch konkreter Schritte: in der psychischen und seelsorglichen Begleitung schwer Kranker und Sterbender, der Familienangehörigen, der Ärzte und des Pflegepersonals. Die Hospizbewegung leistet hier Großartiges. Jedoch kann nicht das ganze Bündel solcher Aufgaben an sie delegiert werden. Viele andere Menschen müssen bereit sein bzw. in ihrer Bereitschaft ermutigt werden, sich die Zuwendung zu schwer Kranken und Sterbenden Zeit und auch Geld kosten zu lassen."
Die Katholische Kirche in Österreich hat sich diese Mahnung Papst Benedikts XVI. und die Worte Kardinal Franz Königs zu Herzen genommen: So plädiert sie vehement und nachdrücklich für einen Ausbau der Sterbe- und Trauerbegleitungseinrichtungen, des Hospizwesens sowie für einen forcierten Ausbau der Palliativmedizin - damit menschenwürdiges Leben bis zum Schluss möglich ist. Weitere Informationen zu diesem Schwerpunktthema bieten die folgenden Diözesen 

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