Mariazell: "Schauplatz der wunderbaren Glaubenstreue des Volkes"
Abt von St. Lambrecht zelebrierte Messe zum Patroziniumsfest des steirischen Marienheiligtums - Auftakt zur einjährigen Vorbereitungszeit auf den Besuch Papst Benedikts XVI.
Graz, 8.9.06 (KAP) Mariazell ist immer wieder Schauplatz einer "wunderbaren Glaubenstreue des Volkes". Dies ziehe sich als "roter Faden einer herzhaft starken Frömmigkeit" durch alle Jahrhunderte, auch durch das gegenwärtige, in dem oft über Glaubensferne geklagt wird: Dies betonte der Abt des Benediktinerstiftes St. Lambrecht, Otto Strohmaier, in seiner Festpredigt anlässlich des Patroziniumsfestes der steirischen Wallfahrtsbasilika. Trotz Relativismus, Wertefreiheit und der Herausforderung durch den Islamismus sollen die Christen ihren Glauben nicht "kleinmütig verschweigen", sondern ihn vielmehr klar und unaufdringlich formulieren und selbstbewusst zu Christus stehen, appellierte der Abt des Gründungsklosters von Mariazell: "Christliche Minderwertigkeitskomplexe sind fehl am Platz".
Dies sei auch von europäischer Bedeutung: Denn Europa brauche mehr als einen gemeinsamen Markt und einen stabilen Euro, betonte Strohmaier. Vielmehr gehe es um die Stabilität von "Werten christlicher Prägung", die in den Herzen der europäischen Völker tief verankert seien.
Das Fest im Marienheiligtum begann bereits am Donnerstag mit einer großen Lichterprozession mit der Gnadenstatue. Bei der Festmesse am Freitag wurde unter der musikalischen Leitung von Dommusikus Thomas Dolezal Mozarts "Spatzenmesse" aufgeführt.
Mit dem Patroziniumsfest wurde zugleich die einjährige Vorbereitungszeit auf den Besuch Papst Benedikts XVI. eingeleitet, der am 8. September 2007 nach Mariazell kommen wird. Anlass des Papstbesuchs ist das 850-Jahr-Jubiläum des steirischen Marienheiligtums, das für Österreicher, Ungarn und die slawischen Völker von gleich großer Bedeutung ist.






