Hinweis auf mögliche negative Auswirkungen für Christen im Orient - "Plattform Christen und Muslime" setzt Akzent für Gemeinsamkeit
Wien, 8.5.09 (KAP) Die Wiener Stiftung "Pro Oriente", die sich insbesondere auch um die Christen im Orient annimmt, hat sich kritisch zum FPÖ-Wahlslogan: "Abendland in Christenhand. Tag der Abrechnung" geäußert. Wörtlich heißt es in der am Freitag veröffentlichten Erklärung: "Solche Formulierungen wie die der FPÖ könnten eines Tages ähnlich ausgrenzende Slogans in fundamentalistisch bestimmten Regionen provozieren, wo Christen in der Minderheit sind. Dadurch könnte sich deren ohnehin bedrängte Situation dramatisch verschlechtern. Wollen wir das?"
Altenburg: Zeichen im "Garten der Religionen"
Die "Plattform Christen und Muslime" unterstützt den Ökumenischen Rat der Kirchen in seiner Kritik an der Vereinnahmung des christlichen Glaubens durch FP-Wahlkampfslogans auf Plakaten zur bevorstehenden Europawahl. Angesichts von "fremdenfeindlichen Plakaten" müsse "der Instrumentalisierung von Ängsten sowie islamfeindlichen und antisemitischen Tendenzen eine klare Absage erteilt werden", hieß es am Freitag von Seiten der Plattform. Die Proponenten wenden sich "gegen jeden Missbrauch von Religion für radikale politische Zwecke".
Als Zeichen für das "Bestreben nach einem fortgesetzten Dialog in gegenseitigem Respekt" unter den Religionen lud die "Plattform Christen und Muslime" für Samstag zu einem gemeinsamen Ausflug in den "Garten der Religionen" des Waldviertler Stifts Altenburg ein. Das Programm in Altenburg beginnt um 11 Uhr. Nach einer Stiftsführung und einem Mittagsgebet führt Abt Christian Haidinger durch den "Garten der Religionen". Der 2006 eröffnete Garten stellt die Sicht der katholischen Kirche zu den nichtchristlichen Religionen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil dar.






