KA-Präsidentin Wernig appelliert an verantwortungsbewusste Persönlichkeiten "in allen Parteien", "differenzierte Antworten" auf die Fragen der Gegenwart zu suchen
27.05.09
KA-Präsidentin Wernig appelliert an verantwortungsbewusste Persönlichkeiten "in allen Parteien", "differenzierte Antworten" auf die Fragen der Gegenwart zu suchen
Klagenfurt-Salzburg, 27.5.09 (KAP) Auch in Kärnten wächst der Widerstand gegen die Instrumentalisierung religiöser Begriffe für den EU-Wahlkampf. Die Präsidentin der Katholischen Aktion (KA) der Diözese Gurk, Eva Maria Wernig, erklärte am Dienstag: "Die FPÖ erhebt für sich den Anspruch, dass unser Land in Christenhand bleibt. Wenn christliche Werte das Abendland prägen sollen, dann müssen diese auch gelebt werden. Das schließt Toleranz, Respekt und Achtung für Andersdenkende ein". Eine der zentralen Botschaften des Christentums laute: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", erinnerte die KA-Präsidentin. Das Revolutionäre am Christentum sei die Offenheit, die Unvoreingenommenheit gegenüber anderen Menschen und die Fähigkeit, in der Nächstenliebe ohne Furcht und Angst politische und konfessionelle Grenzen zu überschreiten". Gerade in Zeiten der Globalisierung brauche es eine Politik, die lebensförderndes Zusammenleben ermöglicht.
Zugleich übte die Kärntner KA-Präsidentin auch Kritik an einem BZÖ-Inserat zur Europawahl, das "untergriffige Behauptungen" gegen Menschen enthalte, die in Österreich Asyl suchen und auf Hilfe angewiesen sind.
Eva Maria Wernig erinnerte daran, dass gerade in Krisenzeiten immer wieder versucht werde, "mit subtilen, aggressiven und menschenverachtenden Parolen" Politik zu machen, um "ethnisch saubere Zonen" herzustellen. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts sei voll von Katastrophen, die aus dieser Art Politik resultierten.
Die Kärntner KA-Präsidentin appellierte an die verantwortungsbewussten Persönlichkeiten "in allen Parteien", sich um "differenzierte Antworten" auf die wichtigen Fragen der gegenwärtigen Gesellschaft zu bemühen. Es gehe darum, gemeinsam einen guten Weg zu suchen "für ein starkes Europa, in dem die verschiedenen Identitäten und Interessen zusammengeführt und nicht gegeneinander aufgehetzt werden".






