Aosta (KAP) Papst Benedikt XVI. will im kommenden Frühjahr das Grabtuch von Turin ("la Santa Sindone") aufsuchen. Ein genaues Datum stehe noch nicht fest, teilte Vatikansprecher P. Federico Lombardi SJ bei einer Begegnung mit Journalisten am Montag mit. Das Grabtuch soll nach zehn Jahren erstmals wieder im kommenden Frühjahr vom 10. April bis zum 23. Mai öffentlich gezeigt werden.
Turins Erzbischof, Kardinal Severino Poletto, habe den Papst bei der Begegnung im Feriendomizil in Les Combes am Sonntag über die Vorbereitungen der Ausstellung unterrichtet. Benedikt XVI. habe daraufhin seine Absicht bekräftigt, persönlich in die piemontesische Hauptstadt zu reisen, so P. Lombardi.
Zu den letzten Ausstellungen der Reliquie in den Jahren 1998 und 2000 kamen jeweils mehrere Millionen Menschen. Das 4,36 Meter lange und 1,10 Meter breite Tuch war 2002 restauriert worden. Erst kürzlich erklärte eine italienische Historikerin, auf dem Gewebe befindliche aramäische Schriftzüge seien ein starkes Indiz für eine Herkunft aus dem 1. Jahrhundert.
Unterdessen geht der Alpenurlaub des Papstes seinem Ende zu. Für die letzten beiden Tage seien keine besonderen Verpflichtungen vorgesehen, erklärte P. Lombardi: "Der Papst widmet sich dem Gebet, dem Studium und der Lektüre".
Am Mittwochmorgen wird sich Benedikt XVI. vom Personal und den Ordnungskräften in Les Combes verabschieden. Nachmittags sei ein Gruß an die örtlichen Autoritäten vorgesehen. Mit dem Hubschrauber fliegt der Papst dann nach Turin, von wo ihn eine italienische Regierungsmaschine nach Ciampino bringt. Zum Abendessen werde Benedikt XVI. bereits im päpstlichen Sommersitz Castel Gandolfo in den Albaner Bergen erwartet, so P. Lombardi.






