Turin-Wien (KAP) Vier Wochen vor Beginn der Ausstellung des Turiner Grabtuchs haben sich bereits 1,24 Millionen Besucher angemeldet. Diese Zahl nannte das Organisationskomitee am Donnerstag gegenüber "Kathpress". Das als Grabtuch Jesu verehrte Leinen mit dem Abbild eines gekreuzigten Mannes was zuletzt vor im Jahr 2000 öffentlich zu sehen. Die jetzige Präsentation im Turiner Dom dauert vom 10. April bis zum 23. Mai. Unterdessen wurden die Öffnungszeiten angesichts des Publikumsinteresses teilweise bis in den späten Abend ausgedehnt.
Am 2. Mai wird Papst Benedikt XVI. in Turin erwartet. Nach dem diese Woche bekanntgegebenen Programm feiert er vormittags eine Messe in der Turiner Innenstadt. Am Nachmittag trifft er mit Jugendlichen zusammen. Anschließend ist der Besuch beim Grabtuch vorgesehen. Danach wird der der Papst im Dom eine Ansprache an Ordensleute halten. Vor dem Rückflug nach Rom besucht Benedikt XVI. das "Cottolegno", eine Sozialeinrichtung für Kranke und Behinderte.
Eine von Kardinal Christoph Schönborn geleitete diözesane Pilgerreise - insbesondere für die Leser des "Sonntag", der Wochenzeitung der Erzdiözese Wien - beginnt am 10. April und dauert bis 13. April. Ziele sind u.a. die Grabtuch-Ausstellung im "Museo della Sindone" und die Wirkungsstätten des Heiligen und Sozialpioniers Don Giovanni Bosco (1815-88), Gründer des Salesianerordens.
Weiters besucht der Kardinal mit den "Sonntag"-Lesern das Grab des Hl. Antonius in Padua. Die Reise findet in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie der Erzdiözese Wien statt, die in den Jahren 2002 und 2003 zwei internationale wissenschaftliche Kongresse zum Turiner Grabtuch organisiert hat. Die wichtigsten Ergebnisse der beiden Kongresse sind in dem "Dom-Verlag"-Buch "Das Turiner Grabtuch" zusammengefasst. Herausgeberin ist die Leiterin der Wiener Katholischen Akademie, Elisabeth Maier.
Die Vorreservierung der Eintrittskarten zur Ausstellung des Turiner Grabtuchs ist über die Website www.sindone.org möglich. Die Erzdiözese Turin rät dazu, möglichst einen Werktag für die Besichtigung zu wählen. Dann gebe es "weniger Gedränge, und man kann ein paar Augenblicke länger vor dem Tuch verweilen". Die Gruppenanmeldungen konzentrierten sich nämlich vor allem auf Samstage und Sonntage.






