Rom, 12.04.2010 (KAP) Der Materialwissenschaftler Giulio Fanti erklärte am Montag in der italienischen Tageszeitung "Il Giornale", das Grabtuch von Turin sei keine Fälschung aus dem Mittelalter. Die Radiokarbon-Datierung zwischen 1260 und 1390 müsse durch eine Verunreinigung der Probe zustande gekommen sein, erklärte der in Padua lehrende Professor für mechanische und thermische Messverfahren. Er hatte mit drei weiteren Wissenschaftlern die Daten der C14-Untersuchung von 1988 neu ausgewertet.
Aus den Abweichungen der Messergebnisse von den drei damals beteiligten Labors gehe hervor, dass "irgendein äußerer Faktor von Kontamination" in dem Leinen vorhanden sei, sagte Fanti. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine mittelalterliche Fälschung handle, liege bei eins zu 18,6 Milliarden. Fanti und seine Forscherkollegen hatten ihre Berechnungen zuvor in einer italienischen Fachzeitschrift veröffentlicht.






