Wien, 20.01.2010 (KAP) Auf Haiti, "wo gerade jedes Kind zum Straßenkind wird", legt "Jugend Eine Welt" heuer das Augenmerk zum "Tag der Straßenkinder" am 31. Jänner, dem Gedenktag des Jugendheiligen Don Bosco. Mindestens zwei Millionen Kinder gelten nach dem schweren Erdbeben auf Haiti als akut gefährdet, so die entwicklungspolitische Organisation der Salesianer Don Boscos in Österreich. Hunderttausende hätten während der Naturkatastrophe ihre Eltern verloren, "sie irren alleine durch die Straßen von Port-au-Prince". Zum Trauma des Erlebten kämen Hunger, Durst und oft schwerwiegende Verletzungen. "Das Schicksal der Kinder Haitis ist besonders tragisch", so Geschäftsführer Reinhard Heiserer im Spendenaufruf von "Jugend Eine Welt": "Für die kleinen Opfer der Katastrophe wenden wir und unsere Partner vor Ort besondere Kraft auf." Heiserer wies darauf hin, dass in Haiti die Situation der Kinder bereits vor dem Erdbeben besorgniserregend war: Die Kindersterblichkeit lag bei etwa 13 Prozent, rund ein Viertel der Kinder galt als unterernährt. Weltweit leben laut "Jugend Eine Welt" etwa 30 Millionen Kinder auf der Straße, 190 Millionen Kinder müssen arbeiten, um den Lebensunterhalt von Angehörigen oder ihren eigenen zu sichern. "Oft unter menschenverachtenden Bedingungen und zu Hungerlöhnen", wie Reinhard Heiserer anmerkt. Die Ursache dafür sei die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten in den Ländern des "Südens" und die damit einhergehende Migration. Kinder würden als die schwächsten Mitglieder einer Gesellschaft davon am härtesten getroffen. Viele müssten ihr Geld beim Schuheputzen verdienen, durch den Verkauf von Süßigkeiten, oft aber auch durch Einbrüche oder Prostitution. Straßenkinder in Metropolen wie Mumbai, Quito oder Kapstadt verkaufen Blumen, leisten Hilfstätigkeiten auf Baustellen oder in Restaurants und sammeln Müll. Sie leben laut "Jugend Eine Welt" in ständiger Unsicherheit, werden von der Gesellschaft verachtet, stehen im Abseits und haben keine Chance auf eine echte Kindheit. Drogen und Kriminalität gehören zu ihrem Alltag. "Jugend Eine Welt" initiierte den "Tag der Straßenkinder", um auf die Situation dieser Kinder und Jugendlichen hinzuweisen, und bittet um Spenden für Don-Bosco-Straßenkinderprojekte in aller Welt. Es werden auch Schulen und Pfarren durch konkrete Aktionen motiviert, den Straßenkindern zur Seite zu stehen. Geschäftsführer Heiserer: "Kinder sind leicht zu motivieren, wenn es darum geht, sich für andere einzusetzen. Die Frage wie Kinder anderswo leben, interessiert sie brennend." "Jugend Eine" Welt bietet auf der Website www.tagderstraßenkinder.at Hintergrundinformation zum Thema, aktuelle Info aus Haiti sind im Internet unter www.jugendeinewelt.at zu finden. Das Spendenkonto: "Jugend Eine Welt Österreich", PSK 92.083.767, BLZ 60.000, Kennwort: Haiti.






