Zahlreiche Veranstaltungen - Neue Broschüre und Website
Linz, 11.4.07 (KAP) Am 20. Mai hätte der von den Nazis ermordete Kriegsdienstverweigerer Franz Jägerstätter seinen 100. Geburtstag gefeiert. Die Gemeinde St. Radegund lädt an diesem Tag zu einer Gedenkveranstaltung und zu einem Festgottesdienst ein. Eine Sternwallfahrt nach St. Radegund wird am Vortag von der Katholischen Männerbewegung organisiert. Das Bildungshaus St. Franziskus in Ried im Innkreis bietet ab 20. April ein vielfältiges Programm im Zeichen der Auseinandersetzung um Franz Jägerstätter an, dessen Seligsprechung bevorsteht. Die Diözese Linz hat eine neue Broschüre über das Leben und Wirken Franz Jägerstätters herausgegeben, die Website www.jaegerstaetter.at bietet ebenfalls vielfältige Informationen zur Person Jägerstätter und seiner Wirkungsgeschichte.
Den Festgottesdienst am 20. Mai in der Pfarrkirche St. Radegund um 10 Uhr wird der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz zelebrieren. Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer und zahlreiche Ehrengäste werden zu dem Gottesdienst erwartet, sie werden auch am Festakt um 11 Uhr in St. Radegund teilnehmen.
Die Sternwallfahrt der Katholischen Männerbewegung Österreichs zum Thema "Er folgte seinem Gewissen" startet am Samstag, 19. Mai, um 9.30 Uhr. Für Radfahrer ist der Start in Salzburg am Domplatz (45 Kilometer) und in Braunau beim Jägerstätterpark (31 Kilometer). Für Fußwallfahrer ist der Start um 9.30 Uhr in Ostermiething vor der Pfarrkirche (11 Kilometer auf dem alten Pilgerweg). Um 14 Uhr ist für alle Teilnehmer ein Festakt auf dem Vorplatz der Pfarrkirche St. Radegund vorgesehen. Um 15 Uhr findet ein Gottesdienst mit dem Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer statt (der den diözesanen Teil des Seligsprechungsverfahrens für Jägerstätter als "Postulator" wesentlich mitgestaltet hat). (Anmeldungen für die Wallfahrt bis 10. Mai: Tel. 0732/76.10/34.61, E-Mail: kmb@dioezese-linz.at).
Symposion und Ausstellungen
Das Bildungshaus St. Franziskus in Ried im Innkreis veranstaltet anlässlich des 100. Jahrestages der Geburt von Franz Jägerstätter zwischen 20. April und 20. Mai mehrere Veranstaltungen und Ausstellungen. Eine Ausstellung mit dem Titel "Besser die Hände als der Wille gefesselt" mit Bildern und Texten von und zu Franz Jägerstätter zeigt anhand vieler auch unbekannter Bilder das Leben und Sterben von Franz Jägerstätter, der 1943 wegen Kriegsdienstverweigerung in Brandenburg an der Havel hingerichtet wurde. Die Ausstellung wurde von der Friedensbibliothek der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg zusammengestellt.
Zu sehen ist auch der Federzeichnungs-Zyklus "Licht in der Finsternis" des Wiener Künstlers Prof. Ernst Degasperi. Er hatte den Zyklus im Andenken an Franz Jägerstätter in der Wüste von Judäa am Toten Meer vom 17. bis 22. August 1991 gestaltet. Der Zyklus war in Österreich bereits mehrfach ausgestellt; 1993 wurde er an der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem gezeigt. Eröffnet werden die Ausstellungen am Freitag, 20. April, um 18 Uhr mit dem Linzer Bischofsvikar für Erwachsenenbildung, Prof. Alfons Riedl, mit Ernst Degasperi und Jochen Schmidt von der Friedensbibliothek Berlin. Die Ausstellungen sind während der Öffnungszeiten des Bildungszentrums frei zugänglich. Ein Vortrag der Jägerstätter-Biografin Erna Putz am 20. April um 20 Uhr (mit Auszügen aus dem Briefwechsel zwischen Franz Jägerstätter und seiner Frau Franziska) gibt Einblick in die schicksalsschweren Monate und Jahre des Gewissensweges von Franz Jägerstätter.
Ein Studientag ("Ein Bauer prägt Theologie") über Leben und Wirken Franz Jägerstätters findet am Samstag, 21. April, von 9 bis 17 Uhr statt. Referenten sind der Leiter des Sozialreferates der Diözese Linz und Vizepräsident von "Pax Christi"-Österreich, Severin Renoldner, der Linzer Bischofsvikar für Erwachsenenbildung, Prof. Alfons Riedl, der Leiter des Bildungszentrums St. Franziskus, Josef Schwabeneder, und Jochen Schmidt von der Friedensbibliothek Berlin.
Am Donnerstag, 10. Mai, wird um 20 Uhr der bisher einzige Spielfilm über Franz Jägerstätter aus dem Jahre 1965 gezeigt (Regisseur: Axel Corti). "Gegen den Strom" lautet der Titel eines Gedenkonzertes, das im Bildungszentrum St. Franzisus am Sonntag, 20. Mai, um 20.30 Uhr stattfindet. Der Buchkirchner Komponist und Musikschuldirektor Albin Zaininger hat im Auftrag des Landes Oberösterreich eine beeindruckende Komposition zu Texten Franz Jägerstätters geschaffen, die bist jetzt nur in Ostermiething und Braunau zur Aufführung gebracht wurde. (Informationen zu den Veranstaltungen im Bildungszentrum St. Franziskus, Riedholzstr. 15a, Ried im Innkreis: Tel. 07752/82742, E-Mail: franziskus@dioezese-linz.at).
Neue Broschüre
Das Linzer Bischöfliche Ordinariat hat eine neue Broschüre zum Leben und Wirken Franz Jägerstätters herausgegeben. Drei Schwerpunkte sind der Inhalt der Broschüre über Franz Jägerstätter: "Franz und Franziska Jägerstätter: Offensichtlich zeigt Gott manchmal seine Kraft", "Franz Jägerstätter: Ein jahrzehntelanger Auf- und Anreger (Etappen einer Wirkungsgeschichte)" und "Franz Jägerstätter: Gott gehorchen - mehr als den Menschen". Die Broschüre mit Bildern und handschriftlichen Originalzitaten aus Jägerstätters Briefen und Aufzeichnungen und einer ausführlichen Bibliografie ist im Behelfsdienst der Diözese Linz (Tel. 0732/76.10/38.13, E-Mail: behelfsdienst@dioezese-linz.at) erhältlich.
www.jaegerstaetter.at
Die Website "www.jaegerstaetter.at" gibt einen Einblick in Leben und Denken Franz Jägerstätters. Eine Fotogalerie zeigt private Fotos wie Fotos aktueller Veranstaltungen. Die Website bietet immer aktuell einen Überblick über Veranstaltungen oder Neuerscheinungen in Literatur, Musik und Kunst zu Franz Jägerstätter.
Bei der "Langen Nacht der Kirchen" in der Linzer City wird die Ausstellung "Besser die Hände als der Wille gefesselt" mit Bildern und Texten von und zu Franz Jägerstätter im Linzer Mariendom von 20 bis 23 Uhr gezeigt. Um 20 Uhr werden Texte von Franz Jägerstätter im Dom von Herbert Baum vorgelesen und mit Gitarrenmusik von Verena Vorauer und Johannes Wachlmayr begleitet.






