Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe Jesu. An ihm wird der Passion Christi gedacht und der Blick hoffnungsvoll in Richtung Ostersonntag gerichtet. Wie der Karfreitag, so wird auch er als Fasttag begangen, an dem keine Messen gefeiert werden und an dem es keine Eucharistie gibt.
Es ist der Tag der stillen Anbetung, des Schweigens, und er steht ganz im Zeichen der Trauer um den Tod Jesu. Nach alter Tradition wird in vielen Kirchen das Heilige Grab aufgebaut, in anderen Kirchen steht ein leeres Kreuz in der Kirche als Zeichen der Trauer um den Tod des Gottessohnes.
Der Karsamstag beginnt, wie der Karfreitag mit der Trauermette. Wiederum erklingt der Klagegesang des Propheten Jeremia. An diesem Tag gibt es außer dem gemeinsamen Stundengebet der Kirche keinen Gottesdienst.
Außerdem findet am Karsamstag ein nur selten thematisiertes Motiv Beachtung: die "Höllenfahrt" Jesu (1 Petr 3, 18-22), sein Weg "in das Reich des Todes", wie es das Glaubensbekenntnis forumuliert.
Am Karsamstagabend beginnen in vielen Pfarren die Osterfeiern, die die Auferstehung Jesu von den Toten zum Inhalt haben.
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