Wien, 04.12.2009 (KAP) Die österreichische "Allianz für Klimagerechtigkeit" erhofft sich vom UN-Weltklimagipfel, der am Montag in Kopenhagen startet, den Abschluss eines "rechtlich verbindlichen und gerechten Weltklimavertrags". Die Summe der globalen Treibhausgasemissionen aller Nationen müsse bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent reduziert werden, forderte die Allianz am Freitag in einer Aussendung. Vor alle gehe es darum, die Erderwärmung in den kommenden Jahrzehnten auf höchstens zwei Grad Celsius im Vergleich zu vorindustriellen Zeiten zu begrenzen.
Um dieses Ziel zu erreichen, müssten die Industrienationen laut Klimaallianz schon in den kommenden zehn Jahren ihre Treibhausgasemissionen um mindestens 40 Prozent auf Basis des Ausstoßes von 1990 reduzieren. Entwicklungsländern bräuchten zudem mehr Geld für Klimaschutz- und Katastrophenvorsorgemaßnahmen.
Österreichs Politiker werden von dem NGO-Zusammenschluss aufgefordert, ihre "Hausaufgaben" zur Erreichung der Klimaziele zu machen und ein Klimaschutzgesetz zu beschließen. Es sei "völlig inakzeptabel", dass Österreich die Kyoto-Ziele nicht erreiche. Außerdem müssten - zusätzlich zu den bestehenden Verpflichtungen in der Entwicklungszusammenarbeit - Budgetmittel für die Klimavorsorge in Entwicklungsländern vorgesehen werden.
Der Klimaallianz gehören u.a. die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, die Kirchliche Umweltarbeit Österreich und die Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO) an.






