Brüssel, 09.12.2009 (KAP) Der Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen des EU Raumes (ComECE), Bischof Adrianus van Luyn, hat an die EU-Staats- und Regierungschefs appelliert, alles für ein ehrgeiziges, umfassendes und gerechtes Klimaabkommen in Kopenhagen zu tun. Beim EU-Gipfel an diesem Donnerstag und Freitag in Brüssel müsse die EU dafür die Weichen stellen, forderte van Luyn am Mittwoch in Brüssel. Die Zeit dränge, statt halbherzigen Taktierens sei jetzt entschlossenes Handeln gefragt.
Der Klimawandel wird nach den Worten van Luyns immer mehr zu einer Überlebensfrage. Vor allem die Entwicklungsländer seien der Zunahme von Überflutungen, Dürreperioden, Wasserknappheit, Ernteausfällen und extremen Wetterereignissen hilflos ausgeliefert. Verantwortlich für die bisherige Erderwärmung seien ganz wesentlich die Industrieländer. "Tatkräftige finanzielle Hilfe" für die Entwicklungsländer bei der Anpassung an den Klimawandel sei deshalb kein Almosen, sondern ein Gebot der Gerechtigkeit. Daneben seien auch Technologietransfers nötig.
Die EU habe in der Vergangenheit bewiesen, dass sie in der Lage sei, die weltweiten Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel anzuführen. "Wir bitten die Verantwortlichen in der EU, diese Führungsrolle auch in Kopenhagen einzunehmen", so der ComECE-Präsident. Die Menschen in Europa rief der Bischof zu einem ökologisch nachhaltigen Lebensstil auf. Dafür brauche es eine Rückbesinnung auf nichtmaterielle Werte und freiwilliges Maßhalten.






