Vatikanstadt-Kopenhagen, 11.12.2009 (KAP) Der Vertreter des Vatikans beim UN-Klimagipfel in Kopenhagen, Erzbischof Celestino Migliore, hat eine Kopplung des Kampfes um die Reduktion der Treibhausgase an Entwicklungshilfe für arme Länder gefordert. Lösungen für das Klimaproblem müssten "auf den Schienen von Gerechtigkeit und Solidarität laufen", unterstrich Erzbischof Migliore laut "Radio Vatikan" am Donnerstag.
Es gebe eine Pflicht zur Reduktion der Treibhausgase, aber auch ein Recht der armen Staaten auf Entwicklung, das ihnen wegen der damit verbundenen möglichen Umweltbelastungen etwa bei Verkehr und Energieerzeugung nicht verwehrt werden dürfe. Das Verhältnis von "Bewahrung der Schöpfung" und "Entwicklung" sei ein gegenseitiges, erinnerte Migliore.
Auch Papst Benedikt XVI. habe betont, dass die Bewahrung der Schöpfung und Entwicklung nicht unabhängig voneinander bestehen könnten, sagte der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in New York und jetzige Delegationsleiter. Weiters forderte er eine engere Zusammenarbeit der Regierungen mit Wissenschaftlern. Nötig seien "schnelle und wirksame Lösungen" im Kampf gegen den Klimawandel. Der Niedergang des Ökosystems und die Auswirkungen des Klimawandels könnten von niemand abgestritten werden, so Migliore.






