Kritischer Beitrag des neuen IOR-Chefs
Vatikanstadt, 17.12.2009 (KAP) Der Kopenhagener Klimakonferenz fehlt nach Einschätzung der Vatikanzeitung "L'Osservatore Romano" eine "strategische Vision". Das Gipfeltreffen habe mehr Gegensätze als Lösungen zutage gefördert, schreibt der neue Chef der Vatikanbank IOR, Ettore Gotti Tedeschi, in einem Beitrag für die Donnerstagausgabe. Die Konflikte seien nicht nur zwischen den Demonstranten und der Polizei, sondern auch zwischen reichen und armen Ländern, Wissenschaftlern und Politikern sowie den verschiedenen Interessengruppen aufgetreten. Eine Einigung auf ein gemeinsames Vorgehen gegen den Klimawandel werde deshalb immer unwahrscheinlicher, betonte Gotti Tedeschi. Zudem scheine es den Konferenzteilnehmern schwierig gefallen zu sein, sich überhaupt darüber zu verständigen, was das eigentliche Problem sei. Gotti Tedeschi rechnete in seinem Beitrag auch mit einem "Ökozentrismus" ab, der den Menschen nur als Umweltverschmutzer betrachte und die mythisch verklärte Natur einseitig in den Mittelpunkt stelle.






