Berlin, 21.12.2009 (KAP) Die katholische Kirche in Deutschland hat den Ausgang des Klimagipfels in Kopenhagen als enttäuschend bewertet und die Arbeit solcher "Großkonferenzen" in Frage gestellt. Kopenhagen bleibe weit hinter dem Ziel zurück, ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll von 1997 zu verabschieden, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch. "Wir sind leider kaum einen Schritt weiter, der Schöpfungsverantwortung gerecht zu werden", kritisierte der Erzbischof. Er betonte, der Klimawandel sei eine ethische Herausforderung, der sich alle Staaten "in Solidarität und Verantwortung für das globale Gemeinwohl" stellen müssten. Technische und politische Möglichkeiten seien dafür vorhanden. Die Staatengemeinschaft dürfe sich der Verantwortung für die Lebensgrundlagen nicht entziehen. Als positiv bewertete der Erzbischof die Ankündigung aus Kopenhagen, im nächsten Jahr weiter verhandeln zu wollen. Der Klimagipfel war nach knapp zwei Wochen am Samstag nach langem Feilschen mit rechtlich unverbindlichen Zusagen der Industrie- und Schwellenländer zur Begrenzung der Schadstoffemissionen zu Ende gegangen.






