Pressburg, 14.06.2010 (KAP) Die Slowakei möchte sich im kommenden Jahr verstärkt in die "Lange Nacht der Kirchen" einklinken, die in Österreich und Tschechien zu einem Renner geworden ist. Probeweise hatte heuer auch im westslowakischen Nitra eine Kirchennacht stattgefunden -erstmals in der Slowakei. Neun katholische und zwei reformierte Kirchen hatten ihre Tore von 18 bis 23 Uhr geöffnet und zu Kirchenführungen, Gruftbesichtigungen sowie einem reichhaltigen Kulturprogramm eingeladen. Organisiert wurde die "Lange Nacht" von der Stadtgemeinde Nitra, der katholischen Diözese Nitra sowie den beteiligten Pfarren.
Die Idee sei von Dagmar Babcanova, der früheren Botschafterin der Slowakischen Republik beim Heiligen Stuhl, an ihn herangetragen worden, so Bürgermeister-Stellvertreter Frantisek Balaz in einem Ausblick; Nitra als "Mutter der slowakischen Städte" habe sich "mit seiner reichen christlichen Geschichte als Stadt angeboten, in der man mit der Langen Nacht in der Slowakei anfangen könnte". Das neue Projekt sei "auf das Verständnis aller Kirchen gestoßen, die im Stadtgebiet tätig sind, als Möglichkeit, das Christentum den Menschen in sensibler Weise nahe zu bringen, auch jenen, die nicht in die Kirche gehen oder sich scheuen eine Kirche zu betreten".
Besonderes Interesse fand die ungewöhnliche Gelegenheit, den Sankt-Emmerams-Dom zu später Abendstunde zu besuchen, wobei besonderer Wert darauf gelegt wurde, ihn nicht nur als historisches Kulturdenkmal zu präsentieren, sondern auch als Sakralraum. Die Kathedrale sei "ein sichtbares Zeichen der Gegenwart Gottes in seinem Volk", so Weihbischof Marian Chovanec.






