An den Gottesdiensten der "Heiligen Woche" nahmen jeweils zwischen 3.000 und 4.000 Gläubige teil
Wien (KAP) Im Wiener Stephansdom nahmen heuer bei den Gottesdiensten der "Heiligen Woche" - dem Höhepunkt des Kirchenjahrs - mehr Gläubige als sonst teil. Das zeigte sich bereits bei der Palmweihe vor der Dreifaltigkeitssäule am Palmsonntag und setzte sich über die großen Gottesdienste der Woche - von der Ölweihe-Messe am Montag bis zum Osterhochamt am Ostersonntag - fort. Die Gottesdienste wurden jeweils von Kardinal Christoph Schönborn geleitet. Wie der Pressedienst der Erzdiözese Wien am Montag mitteilte, nahmen an den Gottesdiensten jeweils zwischen 3.000 und 4.000 Personen teil. Auch in Pfarrgemeinden der Erzdiözese Wien habe sich ein ähnlicher Trend wie im Stephansdom gezeigt. "Wenn man diesen Trend feststellt, bedeutet das nicht, eine Krise kleinzureden", unterstrich der Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Erich Leitenberger, in einer Presseaussendung: "Wie Kardinal Schönborn beim Osterhochamt festgestellt hat, ist es nicht Sache der Kirche, Pauschalurteile zurechtzurücken. Aber offensichtlich können viele Menschen unterscheiden zwischen den jetzt an die Oberfläche kommenden dramatischen Verfehlungen von Kirchenleuten und der Aufgabe der Kirche als ganzer, Zeugin für Christus zu sein". Der zunehmende Besuch der Gottesdienste der Heiligen Woche entspreche laut Leitenberger einem allgemeinen Trend: "Auch Menschen, die übers Jahr kaum je an einem Gottesdienst teilnehmen, kommen zu den 'Heiligen Zeiten' in die Kirche".






