Kardinal Kasper überbrachte Botschaft und Geschenk zum Amtsantritt - Benedikt XVI. äußert Hoffnung auf baldige vollständige Gemeinschaft
Vatikanstadt, 2.2.09 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat dem neuen russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill I. zum Amtsantritt einen Kelch geschenkt. Er sei Ausdruck der Hoffnung auf eine baldige vollständige Gemeinschaft, betonte der Vatikan in einem Kommunique vom Montag. Der Kelch war dem Moskauer Patriarchen vom Präsidenten des Päpstlichen Einheitsrates, Kardinal Walter Kasper, zusammen mit einer persönlichen Botschaft des Papstes überbracht worden. Kasper leitete im Auftrag von Benedikt XVI. die Vatikan-Delegation bei der feierlichen Amtseinführung Kyrills am Sonntag in der Moskauer Erlöser-Kathedrale.
In seiner Botschaft wünschte Benedikt XVI. dem Patriarchen Gottes Segen für seine verantwortungsvolle Leitungsfunktion. Er versicherte ihn seiner Wertschätzung und seiner geistigen Verbundenheit. Zugleich äußerte er die Hoffnung auf weitere gute Zusammenarbeit auf Grundlage des von seinem Vorgänger Aleksij II. gelegten Grundlage. Aleksij habe seine Kirche "aus der langen und schwierigen Periode des Leidens unter dem totalitären atheistischen System zu einer neuen, aktiven Präsenz und Wirken in der heutigen Gesellschaft geführt", schrieb Benedikt XVI.
Der verstorbene Patriarch habe sich sehr für die Einheit der russisch-orthodoxen Kirche und für die Gemeinschaft mit den anderen orthodoxen Kirchen eingesetzt. Gegenüber den anderen Christen und der katholischen Kirche habe er einem "Geist der Offenheit und Zusammenarbeit" vor allem zur Verteidigung christlicher Werte in Europa und in der Welt gezeigt. Benedikt XVI. gab sich überzeugt, Kyrill I. werde "auf dieser soliden Grundlage weiterbauen", zu Wohl seiner eigenen Gläubigen und "zum Segen der Christen überall".
Papst schenkte Moskauer Patriarchen Kyrill I. einen Kelch






