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Dies berichtet jedenfalls Prälat Rainer Korten, Pfarrer und Leiter der deutschen St. Nikolaus-Gemeinde in Antalya. Zwischen 10.000 und 12.000 Deutsche leben mittlerweile dauerhaft in Antalya, viele von ihnen sind Christen. "Für diese Menschen sind wir hier so etwas wie eine Rettungsstation", so Korten.
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Prälat Rainer Korten berichtet von der Gemeindegründung im Jahr 2003 |
Christliche Rettungsstation
Gegründet wurde die "Rettungsstation" im Jahr 2003 als Verein. Dies stellt laut Korten die einzige legale Existenzmöglichkeit für christliche Gemeinden dar. Im Jahr 2003 sei noch dazu die Situation zur Gemeindegründung im Vorfeld der Entscheidung zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen zwischen Ankara und der Europäischen Union besonders günstig gewesen.
| Prälat Korten berichtet von der Gemeindegründung |
Türkische Lösungen
So wurde der jungen Gemeinde von behördlicher Seite unter anderem das Recht zum Kauf eigener Immobilien zugesagt, das Recht zur Herausgabe und Einfuhr christlicher Publikationen sowie ungehinderte Seelsorge in Krankenhäusern und Gefängnissen. "Dies alles wurde uns schwarz auf weiß zugesichert - obwohl es rechtlich offiziell nicht möglich sein dürfte", schmunzelt Korten. Er hat für diese Art des pragmatischen Umgangs mit Problemen das Schlagwort der "türkischen Lösung" parat.
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| Straßenszene in Antalya |
| Prälat Korten berichtet vom Gemeindeleben |
Heute bietet das Gemeindezentrum, das zuvor ein Internet-Cafe war, einen Gebets- und Gottesdienstraum, eine kleine Zusatzwohnung, einen Innenhof zu Begegnung und Austausch sowie eine rund 5.000 Bücher umfassende deutschsprachige Bibliothek. "Die wird natürlich rege genutzt - unsere Gäste sind alle im Pensionsalter, da hat man Zeit zum Lesen", so Korten.
Der deutsche Prälat hat seinen eigenen Weg gefunden, der im direkten Kontakt mit Staats- und Stadtbehörden erstaunliche Erfolge zeitigt. Er würde den katholischen Bischöfen im Land wünschen, dass sie ebenfalls auf "türkische Lösungen" setzen. Die würden vieles möglich machen, "man muß sich halt nur darauf einlassen und dieses Spiel mitspielen".







