Vor mehreren Zehntausend Gläubigen verglich der Papst die Protagonisten des am kommenden Sonntag zu Ende gehenden Paulus-Jahres und des Priesterjahres, das den heiligen Pfarrer von Ars als Leitfigur hat
Vatikanstadtl, 24.6.09 (KAP) Papst Benedikt XVI. erwartet sich vom soeben begonnenen Priesterjahr geistliche Impulse für einen noch wirkungsvolleren Dienst der Kleriker. Der Priester müsse Christus durch seine Worte und durch seine Taten sichtbar machen, sagte der Papst am Mittwoch bei seiner Generalaudienz im Vatikan. Der Geistliche müsse "im Einklang mit seiner Verkündigung leben"; er sollte sich persönlich immer stärker zurücknehmen, um die Botschaft und das Geheimnis Christi in den Vordergrund zu rücken. Denn der Kleriker habe nicht nur Worte vergangener Zeiten zu verkünden, "sondern das Wort, das Christus ist". Das Priesterjahr war am 19. Juni vom Papst eröffnet worden und geht bis zum 18. Juni des kommenden Jahres.
Vor mehreren Zehntausend Gläubigen verglich der Papst die Protagonisten des am kommenden Sonntag zu Ende gehenden Paulus-Jahres und des Priesterjahres, das den heiligen Pfarrer von Ars als Leitfigur hat. Der Apostel Paulus und der bescheidene Jean Marie Vianney seien auf ersten Blick sehr unterschiedliche Persönlichkeiten. Es gebe aber eine "grundlegende Gemeinsamkeit: das Einssein mit Christus", betonte der Papst.
Paulus habe zu dieser Gemeinschaft gesagt: "Ich bin mit Christus gekreuzigt worden, nicht mehr ich lebe, Christus lebt in mir". Der Pfarrer von Ars habe das gleiche auf seine Weise ausgedrückt: "Wenn ihr einen Priester seht, denkt an unseren Herrn Jesus Christus".
Das Paulus-Jahr endet am Sonntagabend nach einjähriger Dauer.






