"Unsere Stadt war in diesen Tagen die Hauptstadt der Welt", sagte der Bischof der Erdbebenstadt. Tatsächlich sind die Verhandlungsergebnisse, die bisher durchsickern, von einiger Tragweite
Rom, 10.7.09 (KAP) Die G 8-Staats- und Regierungschefs haben die Themen der neuen Sozialenzyklika Papst Benedikt XVI. "mit Sicherheit studiert". Das meinte der Erzbischof von L'Aquila, Giuseppe Molinari, im Gespräch mit "Radio Vatikan". Wörtlich meinte Molinari: "Notwendigerweise haben sich die G 8-Führungspersönlichkeiten über die Inhalte dieses Dokuments informieren lassen, ehe sie in ihre Sitzungen gingen. Die Themen sind ja geradezu parallel. Der Papst spricht von ganzheitlicher Entwicklung, zeigt die Gefahr einer rein profitorientierten Wirtschaft auf. Er verurteilt niemanden, er dämonisiert niemanden, er sagt, der Markt an sich ist nicht negativ. Aber der Profit soll nicht zum Götzen werden".
"Unsere Stadt war in diesen Tagen die Hauptstadt der Welt", sagte der Bischof der Erdbebenstadt. Tatsächlich sind die Verhandlungsergebnisse, die bisher durchsickern, von einiger Tragweite. Die acht führenden Industriestaaten haben sich darauf verständigt, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen. Und sie haben auch Schwellenländer für dieses Modell begeistern können. Das sei ein Schritt hin zu einem neuen Weltklimaabkommen.
Erzbischof Molinari meinte im Gespräch mit "Radio Vatikan": "Die Enzyklika Benedikts XVI. ist am Vortag des Gipfels veröffentlicht worden - ich sehe Vorsehung darin. US-Präsident Obama hat das päpstliche Lehrschreiben jedenfalls gleich nach seinem Erscheinen gelobt. Der Präsident ist beeindruckt von dem Text, sagte sein Sicherheitsberater Denis McDonough in L´Aquila vor Journalisten".






