Washington, 17.4.08 (KAP) Papst Benedikt XVI. gedachte am Mittwochabend beim Vespergottesdienst im Washingtoner "National Shrine of the Immaculate Conception" - der größten katholischen Kirche in den USA - auch seines Mariazell-Besuchs im Vorjahr. In der Basilika befinden sich zahlreiche Kapellen, die an die großen Marienorte von Lourdes und Fatima über Loreto bis zum vietnamesischen La Vang erinnern. Eine der Kapellen ist seit 1992 Mariazell gewidmet. Die Kapelle wurde vom heutigen steirischen Diözesanbischof Egon Kapellari gemeinsam mit dem damaligen Erzbischof von Washington, Kardinal James Hickey, eingeweiht. Bischof Kapellari hatte eine barocke Kopie der Mariazeller Gnadenstatue für die Kapelle in Washington gestiftet. Die Initiative zur Errichtung der Kapelle ging vom damaligen Bundesrats-Präsidenten Prof. Herbert Schambeck aus, der auch die Planung und Finanzierung koordinierte. An der Feier nahm auch eine österreichische Delegation teil, der u.a. der damalige Außenminister Alois Mock, Präsident Schambeck und der damalige steirische Landeshauptmann Josef Krainer angehörten. Die "Mariazell Chapel" im "National Shrine" ist ein wichtiges Zeichen österreichischer Präsenz in Washington und in den Vereinigten Staaten.
Bischof Kapellari sagte 1992 im Gespräch mit "Kathpress", die "Mariazell Chapel" könne auch als ein Beitrag zum 500-Jahr-Gedenken der Evangelisierung Amerikas gesehen werden. Msgr. Michael J. Bransfield, der damalige Rektor des "National Shrine" (und heutige Bischof von Wheeling-Charleston), bezeichnete die "Mariazell Chapel" als Hinweis auf das "reiche spirituelle und kulturelle Erbe", das die Einwanderer aus Mitteleuropa nach Amerika mitgebracht haben. Für die Gestaltung der Kapelle zeichneten die Architekten Walter Son und Leopold Boeckl.






