Wien, 09.07.2010 (KAP) Sehr positiv reagierten die politische Spitze des Burgenlandes und die aus dem Burgenland stammenden Bundespolitiker auf die Ernennung von Ägidius Zsifkovics zum neuen Bischof von Eisenstadt. Gleichzeitig würdigten die Politiker die Amtsführung von Bischof Iby. Die Hoffnung, dass der "burgenländische Weg des Dialogs" unter dem neuen Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics fortgesetzt wird, äußerten in einer ersten Stellungnahme der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (S) und sein Stellvertreter Franz Steindl (V) sowie auch Verteidigungsminister Norbert Darabos (S).
Nissl erklärte, Zsifkovics' Vorgänger, Bischof Paul Iby, stehe für eine "Kirche des Dialogs und des Miteinanders": Dies sei "ein wichtiger Bestandteil der burgenländischen Identität", und er nannte Iby einen "Brückenbauer zwischen den Menschen, den Konfessionen und über die Grenzen des Landes hinaus."
Darabos bezeichnete Iby als "großen Kirchenmann", der sich "als beharrlicher Reformer Anerkennung in allen Bereichen der Gesellschaft" erworben habe. "Er hat auch nicht davor zurückgeschreckt, bei brisanten Themen - Stichwort Zölibat - klar Stellung zu beziehen. Ich hoffe, dass sein Nachfolger diesen offenen Kurs fortsetzen wird."
Darabos, selbst Burgenländer, kennt Zsifkovics laut eigenen Angaben u. a. von kroatischen Volksgruppentreffen: Er sei sich sicher, dass Zsifkovics den neuen Anforderungen gerecht werde "und die Kirche weiter öffnen wird".
Auch Niessl meinte, Zsifkovics sei aufgrund seines Werdegangs sehr gut mit den Herausforderungen in der Diözese vertraut und wünschte ihm "ein erfolgreiches Wirken im Interesse der Kirche und des Landes". Der Landeshauptmann hoffte weiters auf Fortsetzung der immer guten Zusammenarbeit "zwischen Land und Kirche im Sinne der Menschen".
Niessl Stellvertreter Steindl schloss sich nach Angaben der APA (Austria Presse Agentur) Niessl an und sprach Iby ein "großes Danke" aus. Iby habe den Dialog zwischen der Kirche und der Politik sehr gefördert. Die Ernennung Zsifkovics' als dessen Nachfolger nannte Steindl eine "rot-goldene Lösung". Er gehe davon aus, dass Zsifkovics "als Bischof den burgenländischen Weg der Zusammenarbeit und des Miteinanders fortsetzen wird".






