Sonntag 19. Februar 2017

Liturgie

Das Wort "Liturgie" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "öffentliches Werk", "Dienst des Volkes", "Dienst für das Volk". Die christliche Überlieferung versteht darunter, dass das Volk Gottes teilnimmt am "Werk Gottes". Das Wort "Gottesdienst" hat demnach einen zweifachen Sinn. Es bedeutet zuerst: Gott dient uns Menschen. Und dann: Wir dienen Gott.

 

Wenn Christinnen und Christen zusammenkommen, um miteinander zu feiern, vertrauen sie darauf, dass Gott sich ihnen zuwendet. Gott hat in Jesus Christus mit dem Menschen eine unzerstörbare Gemeinschaft geschlossen, einen bleibenden Bund. Nach dem Zeugnis der Bibel hat Jesus Christus seinen Jüngerinnen und Jüngern zugesagt: "Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt" (Mt 28,16-20).

 

Man kann auch sagen: Gottesdienst ist ein Dialog, den Gott beginnt, indem er sich dem Menschen durch Christus zuwendet – in der Gemeinschaft der Feiernden, im Hören auf sein Wort, im Sakrament.

 

Das Zweite Vatikanische Konzil erklärt:

 

Christus [ist] in seiner Kirche immerdar gegenwärtig, besonders in den liturgischen Handlungen. Gegenwärtig ist er im Opfer der Messe sowohl in der Person dessen, der den priesterlichen Dienst vollzieht [...], wie vor allem unter den eucharistischen Gestalten. Gegenwärtig ist er mit seiner Kraft in den Sakramenten, so dass wenn immer einer tauft, Christus selber tauft. Gegenwärtig ist er in seinem Wort, da er selbst spricht, wenn die heiligen Schriften in der Kirche gelesen werden. Gegenwärtig ist er schließlich, wenn die Kirche betet und singt, er der versprochen hat: Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen' (Mt 18,20).

 

Die Liturgie ist davon geprägt, dass Jesus selbst in der Mitte der Gemeinde gegenwärtig wird. Darum betet die Gemeinde etwa auch: "...darum bitten wir durch Christus unseren Herrn" oder: "Durch ihn, mit ihm und in ihm ist dir, allmächtiger Vater, in der Einheit des Heiligen Geistes alle Herrlichkeit und Ehre, jetzt und in Ewigkeit".

 

Die Zuwendung Gottes verlangt zugleich nach einer Antwort des Menschen. Diese gibt die Gemeinde der Gläubigen etwa mit Gebeten, Liedern, Gesängen, Bildern, Zeichenhandlungen und vielen anderen Formen. Mit all seiner Freude, dem Leid, den Fragen, Wünschen, Bitten und Hoffnungen kann sich der Mensch in diesen liturgischen Formen Gott anvertrauen.


Liturgie ist der theologische Begriff für den Gottesdienst der Kirche. Sie ist daher von Gottesdiensten der Privatfrömmigkeit und Volksfrömmigkeit zu unterscheiden, aber nicht zu trennen. Liturgie hat den Anspruch, für alle Gläubigen Gültigkeit zu haben. Eine Andacht bringt vor allem persönliche Überzeugungen und Feierformen des Volkes zum Ausdruck, die aber in einer gewissen Nähe zur Liturgie stehen können. Zur Liturgie der Kirche gehört ein von der Kirche berufene/r Leiter/Leiterin (Bischof/Priester/Diakon/beauftragter Laie). Eine Andacht kann von jedem Glaubenden geleitet werden.

 

Liturgie ist der theologische Begriff für den Gottesdienst der Kirche. Sie ist daher von Gottesdiensten der Privatfrömmigkeit und Volksfrömmigkeit zu unterscheiden, aber nicht zu trennen.


Die Grenzen zwischen Liturgie als offiziellem Gottesdienst der ganzen Kirche und den verschiedenen Gottesdienstformen sind fließend, vor allem deshalb, weil die Verkündigung des Wortes Gottes auch in den meisten Andachtsformen eine große Rolle spielt.

 

Die offizielle Liturgie war ab dem frühen Mittelalter wegen ihrer fremden Sprache (Latein) und ihren bisweilen komplizierten Riten für viele Gläubige schwer mit zu vollziehen. Daher wurden Gebetsformen entwickelt, die den Gläubigen die Möglichkeit gaben, auch in ihrer Frömmigkeit den Glauben zu feiern. So entstanden zur Messe die Messandacht und zum Stundengebet der Rosenkranz. Außerdem lebten viele Gläubige in den Prozessionen und Wallfahrten ihren Glauben und verehrten in verschiedenen Andachten die Gottesmutter und andere Heilige.

 

Seit der Liturgiereform, die das Zweite Vatikanische Konzil angeregt hat, kann auch das Volk die offizielle Liturgie wieder mit Verständnis aktiv mitfeiern. Die Andachten wurden unbedeutender, die heilige Messe wurde fast zur einzigen Gottesdienstform. Heute entdecken viele in der  Kirche wieder den Wert der Andachten. Der Übergang zwischen Wortgottesdiensten und Andachten ist fließend.

 

Quelle: Erwin Löschberger / Diözese Graz-Seckau

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