Salzburg: Symposion über "Christen und Politik in Europa"
Salzburg, 4.4.06 (KAP) "Christen und Politik in Europa" lautet der Titel eines Symposions am kommenden Freitag und Samstag im Salzburger Bildungszentrum St. Virgil. Hochkarätige Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Kirche werden dabei Aspekte des christlich motivierten Engagements im zusammenwachsenden Kontinent Europa beleuchten. "Laufen Religionen und Weltanschauungen Gefahr, sich in die Machtdiskurse der Politik zu verstricken? Lässt umgekehrt die Politik heute noch Platz für religiöse oder weltanschaulich motivierte Werte, oder wird bereits zu viel dem 'politischen Kompromiss' geopfert?": Dies sind nur zwei der Fragen, um die es bei dem Symposion geht, das gemeinsam von der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ) und dem Salzburger kirchlichen Bildungszentrum vorbereitet wird.
Eröffnet wird die Tagung am Freitag um 17 Uhr mit Statements von Nationalrats-Präsident Andreas Khol, Ex-EU-Kommissar Franz Fischler, der "Gründungsmutter" der österreichischen Grünen, Freda Meissner-Blau, und dem früheren SPD-Fraktionsvorsitzenden Hans-Jochen Vogel. Am Samstagvormittag stehen vier Foren zu den Themen Wirtschaft, Migration, Bioethik und Familie auf dem Programm; vertreten sind in diesen Gruppen u.a. Christian Friesl, Leiter des Bereichs Gesellschaftspolitik bei der Industriellenvereinigung und früherer KAÖ-Präsident, Innenministerin Liese Prokop und der Wiener Caritasdirektor Michael Landau, die beiden Mitglieder der Bioethikkommission, Prof. Johannes Huber und Prof. Günter Virt, sowie Sozialministerin Ursula Haubner und Familienforschungspionier Helmuth Schattovits.
Der Dekan der Theologischen Fakultät Salzburg, Prof. Hans-Joachim Sander, spricht am Samstag um 13.30 Uhr unter dem Titel "Damit Gott ein Tätigkeitswort werde..." über die Verflochtenheit von Religion, Macht und Politik.
An der Schlussdiskussion um 14 Uhr über das Verhältnis von "christlicher Politik" und "politischem Christentum" nehmen der Pastoraltheologe Prof. Paul M. Zulehner, die VP-Nationalratsabgeordnete Maria Fekter, der SP-Nationalratsabgeordnete Stefan Prähauser, die grüne Politikerin Madeleine Petrovic und die Politikwissenschaftlerin Barbara Wicha teil. (ende)