
Pfarren im Vorarlberger Vorderland starten engere Zusammenarbeit
Zehn Pfarren im östlich von Rankweil gelegenen Vorarlberger Vorderland starten am Samstag eine vertiefte Kooperation: In der neuen "Seelsorgeregion Vorderland" sollen Themen wie Jugend, Ehrenamt, soziales Engagement oder Seelsorge für Menschen in allen Lebenssituationen gemeinsam weiterentwickelt werden, wobei die Pfarren jedoch erhalten bleiben, teilte die Diözese Feldkirch am Montag mit. Den offizieller Start des Vernetzungsprojekts stellt ein Festgottesdienst in Muntlix mit Bischof Benno Elbs am Samstag, 7. Dezember um 17 Uhr, dar.
Angesichts einer sinkenden Zahl von Priestern und veränderten Bedürfnissen der Menschen soll die Seelsorgeregion personell wie auch finanziell eine "Entlastung" und verschiedene Synergieeffekte ermöglichen, hieß es seitens der Diözese. Die insgesamt 10.300 Katholiken umfassenden Pfarren - beteiligt sind Batschuns, Fraxern, Klaus, Laterns mit Innerlaterns, Muntlix, Röthis, Sulz, Viktorsberg, Weiler und in naher Zukunft auch Dafins - bilden gemeinsame Arbeitsgruppen ("Spurgruppen"), deren 70 Mitglieder sich mit Jugendarbeit, sozialem Engagement, Öffentlichkeitsarbeit, Ehrenamt, Dienstleistungen der Pfarren, einer neuen Gottesdienstordnung und Verwaltungsagenden befassen.
Mit der neuen Seelsorgeregion würden einerseits "die unterschiedlichen Bedürfnisse der zehn Pfarren und Gemeinden" berücksichtigt, zugleich aber dennoch auch "die Region als Gesamtes nicht aus dem Blickfeld verloren", lobte Bischof Benno Elbs die Vorzüge der engen Zusammenarbeit. Viele Beteiligte hätten deren Start mit "Umsicht, Engagement und Verantwortungsgefühl" vorbereitet.
Personell erhält die Region mit Pfarrer Cristinel Dobos als Moderator und Pastoralleiter Michael Willam ein Gesamt-Leitungsteam, während die einzelnen Pfarren von Gemeindeleitern - Priestern oder auch Laien - geführt werden. Wie aus der diözesanen Mitteilung hervorgeht, gibt es in den beteiligten Pfarrgemeinden neben den hauptamtlich Angestellten insgesamt mehr als 1.000 ehrenamtlich Engagierte. Mit der neuen Organisationsform solle die Teamarbeit auf Pfarr- und Regionalebene verbessert werden.
Quelle: kathpress