
Fastenaktion unterstützt Kinder in Westafrika
Das Hilfswerk "Fastenaktion" der Diözese St. Pölten unterstützt auch heuer wieder Projekte in Entwicklungsländern. Konkret geht es dieses Jahr um Bildungsprojekte für Jugendliche in Benin. "Die Jugend in ihren Plänen zu unterstützen, ist der 'Fastenaktion' der Diözese ein großes Anliegen, denn nicht überall kann man seine Zukunftspläne einfach umsetzten", hieß es in einer Aussendung am Dienstag.
In Cotonou, der Hauptstadt Benins, liegt der größte Markt Westafrikas. Dort arbeiten fast 8.000 Minderjährige zwischen fünf und 17 Jahren, 46 Prozent davon sind laut dem Hilfswerk unter 14 Jahre alt. Die Kinder arbeiten durchschnittlich zehn Stunden pro Tag, und das sieben Tage die Woche. 61 Prozent sind Opfer von Kinderhandel, 66 Prozent arbeiten ohne Bezahlung, zehn Prozent sind Opfer sexuellen Missbrauchs, berichtete die "Fastenaktion" weiter. Viele der Kinder verbringen auch die Nacht auf dem Markt.
Auf diese Missstände reagierten die Don Bosco Schwestern mit einem Programm für die Marktmädchen. Seit 2001 arbeiten die Schwestern auf dem Markt und sind mittlerweile gut bekannt. Die Sicherheit der Mädchen und ihre Schulbildung stehen im Mittelpunkt eines Projekts, das von der "Fastenaktion" finanziert wird. Die Schwestern bieten für die Mädchen eine Notschlafstelle an, in der 90 von ihnen die Nacht in einem sicheren und geschützten Umfeld verbringen, zur Ruhe kommen und Ansprechpartnerinnen für etwaige Probleme finden können. Die Einrichtung hat täglich von 19 Uhr abends bis 7 Uhr früh geöffnet.
Ein wichtiger Beitrag zur Bildung der Kinder ist auch ein Alphabetisierungsprogramm. Derzeit nehmen 300 Kinder am Unterricht teil, der direkt am Markt stattfindet. "Es ist wichtig, dass die Lehrerinnen zu den Kindern auf den Markt kommen, da sie sonst kaum die Chance haben, lesen oder schreiben zu lernen", heißt es in der Aussendung weiter.
Das Hilfswerk "Fastenaktion" ist eine Einrichtung der Diözese St. Pölten, die die Durchführung von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit fordert, unterstützt und unmittelbar beeinflusst. Die Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern geht von einer ganzheitlichen Sicht des Menschen aus, in der die spirituelle und materielle Dimension untrennbar zusammengehören.
Quelle: kathpress