
Katholische Jungschar an Regierung: Mehr Geld für Jugendarbeit
Anlässlich der aktuellen Budgetverhandlungen hat die Katholische Jungschar die Bundesregierung aufgefordert, die finanziellen Mittel für die Förderung von Kinder- und Jugendorganisationen deutlich anzuheben. Jungschar-Bundesgeschäftsführerin Sigrid Kickingereder verwies am Montag in einer Aussendung auf Berechnungen der Bundesjugendvertretung (BJV), wonach die staatlichen Förderungen für Kinder- und Jugendorganisationen seit 2001 stagnieren würden. Durch die fehlende Inflationsanpassung steht den Organisationen laut eigener Schätzung damit heute um 40 Prozent weniger Geld zur Verfügung.
Kickingereder: "Dieses Geld fehlt in der täglichen Arbeit. Wir unterstützen daher die Forderung der Bundesjugendvertretung nach einer Inflationsanpassung der Bundes-Jugendförderung, um den 40-prozentigen Verlust auszugleichen." Das sei ein wichtiger Schritt, "um die Kinder- und Jugendarbeit in Österreich abzusichern und weiterzuentwickeln".
Man freue sich, so die Jungschar-Bundesgeschäftsführende, dass die neue Bundesregierung im Regierungsprogramm betont, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist und Verbesserungen in Aussicht stellt. Aber, so Kickingereder: "Darauf müssen nun konkrete Maßnahmen folgen - die Zeit drängt."
Kinder- und Jugendorganisationen erfüllten wertvolle gesellschaftliche Aufgaben, die ohne ehrenamtliches Engagement undenkbar wären. Die Katholische Jungschar begleite etwa über 100.000 Kinder in Österreich. Ehrenamtliches Engagement komme aber nicht ohne finanzielle und personelle Ressourcen aus. Hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden die Ehrenamtlichen unterstützen. Kickingereder: "Um alle Angebote bereitstellen zu können, müssen Kinder- und Jugendorganisationen finanziell auf sicheren Beinen stehen."
Quelle: kathpress