
Caritas Graz hilft langzeitarbeitslosen Frauen mit Nähprojekt
Die Caritas der Diözese Graz-Seckau hat mit Unterstützung der Stadt Graz ein Nähprojekt für langzeitarbeitslose Frauen gestartet. "Kräftige Farben und starkes Design, als Motive Grazer Persönlichkeiten und Sehenswürdigkeiten" - das sind laut der Caritas-Aussendung am Dienstag die Zutaten, aus denen Betroffene im seit Jänner bestehenden "stoff.werk.graz" Kleidung und zugleich ihre berufliche Zukunft schneidern. Caritasdirektor Herbert Beiglböck und Sozialstadtrat Kurt Hohensinner stellten das Projekt, das als Sprungbrett für den Wiedereinstieg ins Berufsleben dienen soll, gemeinsam vor und zeigten sich von den produzierten Damenoberteilen beeindruckt: "Das sind Stücke mit Kultpotential."
"Wer lange fern von der Arbeitswelt war, traut sich oft nichts mehr zu", erklärte Beiglböck. "stoff.werk.graz" ermögliche, die eigenen Fähigkeiten zu erkennen und auch die Erfahrung, sich in ein Team einbringen zu können. Für Gemeinderat Hohensinner ist die nachhaltigste Sozialpolitik, Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen: "Arbeit gibt Menschen Sinn, Selbstwertgefühl und die Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes Leben." Daher fördere die Stadt zielgerichtet jene Gruppen, die sich auf dem regulären Arbeitsmarkt schwertun, mit insgesamt 1,2 Millionen Euro.
Das "stoff.werk.graz" startete zu Jahresbeginn mit einem Budget von 90.000 Euro, bisher arbeiteten sechs Frauen mit. Von weiteren Interessentinnen berichtete Bernhard Sundl, Caritas-Abteilungsleiter für Beschäftigungsmodelle: "Die Frauen erhalten hier fallweise Beschäftigung und können so wieder ins Arbeitsleben hineinwachsen".
Motive mit Morath, Plochl, Harnoncourt
Inge Morath mit ihrer Kamera in elegantem Schwarz-Weiß und Anna Plochl mit ihrem charakteristischen Haarkranz in kräftigem Rot und Pink zieren die erste Kollektion der Oberteile, Dirigent Nicolaus Harnoncourt ist auf dem dritten Modell in Blau zu erkennen. "stoff.werk.graz" soll als starke Marke mit Graz-Bezug sichtbar werden, erklärte Designer Michael Eisner. Die Motive werden gemeinsam mit den Frauen entwickelt und sollen bald weitere bekannte Grazer Persönlichkeiten und Sehenswürdigkeiten abbilden.
Die bisher gestalteten Modelle der ersten Damen- und Mädchenkollektion sollen durch weitere bekannte Grazer Persönlichkeiten und Sehenswürdigkeiten sind ab Mai im "tag.werk"-Shop der Caritas in Graz erhältlich.
Quelle: kathpress