
Sonntag der Barmherzigkeit: Feiern verlagern sich ins Internet
Jeweils eine Woche nach Ostern feiert die katholische Kirche den "Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit", diesmal aufgrund der Coronavirus-Bestimmungen freilich im Ausnahmezustand. Zentrale Veranstaltungen wie etwa das groß geplante Fest der Barmherzigkeit, das die Stadtpfarre Wolfsberg heuer zum vierten Mal mit Beteiligung des neuen Kärntner Bischofs Josef Marketz feiert, verlagern sich ins Internet. "Gerade auch in der aktuellen Zeit gilt es, eine tiefe Gottes- und Gemeinschaftserfahrung zu ermöglichen und den Weg der Barmherzigkeit nicht zu vergessen", teilte Stadtpfarrer Krzysztof Kranicki als Initiator am Freitag mit.
Höhepunkt des auf Facebook (Link: https://www.facebook.com/Stadtpfarre-Wolfsberg-323445921840545/) gestreamten und in Teilen auch live von Radio Maria übertragenen Fests ist die Hl. Messe mit Bischof Marketz aus der Wolfsberger Markuskirche um 18 Uhr. Den Auftakt bildet bereits am Samstagabend ein "Abend der Barmherzigkeit". Am Sonntag gibt es zuvor (15 Uhr) eine Rosenkranz-Übertragung aus dem Karmel Himmelau in St. Michael im Lavanttal, gefolgt von Glaubenszeugnissen von Arno und Susanne Schabel von der Bewegung "Weites Land Gebetshaus" in Weiz.
Ganz ähnlich ist das Prozedere im Vorarlberger Lustenau: Auch die dortige Erlöserpfarre lädt am Barmherzigkeits-Sonntag und dessen Vorabend zum Mitfeiern via Livestream (Link: https://www.youtube.com/embed/live_stream?channel=UCYmmqJaT7DmGOFcbKTAzOdQ) ein. Das umfangreiche Programm umfasst u.a. am Samstag den letzten Teil der am Karfreitag gestarteten Barmherzigkeitsnovene, eine vom Jugendchor-Ensemble gestaltete "Nacht der Barmherzigkeit" sowie am Sonntag den Hauptgottesdienst mit Pfarrer Thomas Sauter um 9.30 Uhr, um 15 Uhr eine feierlich gestaltete "Barmherzigkeitsstunde", ein Vortrag (17 Uhr) und einen abschließenden Festgottesdienst (19 Uhr).
Die Corona-Krise erfordere ein "ganz besonders festliches Feiern" des Barmherzigkeits-Sonntags, heißt es auf der Pfarrhomepage der Erlöserkirche, "gerade weil wir die Hilfe, den Schutz und den Segen Gottes so dringend nötig haben". Der Kernsatz der von der polnischen Mystikerin Faustyna Kowalska vermittelten Botschaft von der Barmherzigkeit Gottes, nämlich "Jesus, ich vertraue auf Dich!", solle "den Menschen begleiten und ihm zum täglichen Stoßgebet werden".
Auch in anderen Pfarren, die die erst im Jahr 2000 eingeführte Tradition des "Sonntags der Barmherzigkeit" in ihr Programm aufgenommen haben, muss zu Alternativen gegriffen werden. So lädt etwa im burgenländischen Illmitz die Pfarre die Gläubigen dazu ein, symbolhaft zuhause Steine zu verzieren und in ein hinter der Kirche errichtetes großes Herz zu legen. "Gerade in dieser schwierigen Zeit ist es etwas Besonderes, jemandem sein Herz zu schenken, für jemanden da zu sein, zusammenzuhalten und Gemeinschaft zu (er)leben sowie zu wissen, dass wir in Jesu Herz alle Platz haben", ist auf der Pfarrhomepage zu der Aktion zu lesen.
Quelle: kathpress