
Bischof Freistetter: Glückwünsche an Muslime zum Ramadan-Beginn
"Ich wünsche allen Musliminnen und Muslimen, die in Österreich leben, einen guten und fruchtbringenden Ramadan." Das hat der katholische Militärbischof Werner Freistetter in einem persönlichen Brief an den Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGIÖ), Ümit Vural, betont. Der muslimische Fastenmonat Ramadan beginnt an diesem Dienstagabend. Bischof Freistetter ist innerhalb der Österreichischen Bischofskonferenz für den Bereich Weltreligionen zuständig und Vorsitzender der Kommission Weltreligionen der Bischofskonferenz.
Wie schon im vergangenen Jahr sei der Ramadan auch heuer ein Fastenmonat unter "besonderen Bedingungen", so Freistetter. "Die durch die Corona-Pandemie verursachten Einschränkungen machen das Verzichten nicht einfacher, das haben wir Christen auch während unserer Fastenzeit gemerkt." Es gehe aber um mehr als um den Verzicht. Vielmehr sei das Fasten auch immer als eine Vertiefung der eigenen Beziehung zu Gott zu verstehen, schrieb der Bischof. Dies gelte insbesondere auch für das Gebet und die gute Tat. Diese spirituelle und soziale Komponente sei ebenso wichtig und "für die Zeit der Pandemie gilt das umso mehr", zeigte sich Freistetter überzeugt.
Abschließend hielt der Bischof in seinem Schreiben fest: "Wir Christen sind mit den muslimischen Brüdern und Schwestern in spiritueller Geschwisterlichkeit vereint. Wir dürfen gemeinsam auf Gottes Gnade vertrauen."
IGGÖ mahnt Sicherheitsmaßnahmen ein
Im Hinblick auf die "besonderen Bedingungen", die Bischof Freistetter in seinem Schreiben anspricht, hat die IGGÖ darauf hingewiesen, dass sie bereits im März des vergangenen Jahres ein ausführliches Sicherheits- und Hygienekonzept für ihre rund 350 Moscheen österreichweit ausgearbeitet und seither regelmäßig überarbeitet hat. Die Bildung von Corona-Clustern in Moscheen konnte so bislang verhindert werden.
Der aktuelle Leitfaden "Sicher durch den Ramadan" sieht unter anderem das konsequente Einhalten von Sicherheitsabständen, das verpflichtende Tragen einer FFP2-Maske und die Verwendung eigener Gebetsteppiche sowie die regelmäßige Testung des Moscheepersonals vor. Einrichtungen, die die Einhaltung der strengen Präventionsmaßnahmen nicht gewährleisten können, werde dringend empfohlen, ihre Tore geschlossen zu halten.
Quelle: Kathpress