
Hitzewelle: Kirchen bieten Erfrischung für Leib und Seele
Während in Wien ein Hitzetag auf den nächsten folgt, laden die Kirchen als kühle Rückzugsorte zum Verweilen ein. Obwohl die Messwerte im Zuge der aktuellen Hitzewelle auch in Kirchen nach oben klettern, empfangen die Innenräume vieler Kirchen Erfrischungssuchende mit Temperaturen deutlich unter den im Freien gemessenen und spenden willkommene Erfrischung für Hitzegeplagte; und zwar an Leib und Seele.
Mit ihrem Projekt "Kirche erfrischt" macht die Erzdiözese Wien auf die kühlen Orte aufmerksam. "Die Grundregel ist, dass es in allen alten Bauten, die älter sind als das Jahr 1750, normalerweise kühl ist", erklärte Nikolaus Haselsteiner, Projektverantwortlicher für "Offene Kirchen" im Pastoralamt. Außerdem sei es dort am Kühlsten, wo es auch rundherum nicht so aufheize. Als Beispiel nannte Haselsteiner die Pfarre Lichtenegg in der Buckligen Welt mit kühlen 17 Grad, "da zahlt sich ein Besuch für die von der Hitze gequälten Wiener aus", so Haselsteiner im Gespräch mit der Kathpress. Außerdem würden Kirchen wie der Stephansdom und die Peterskirche im Laufe des Sommers aufgrund der Touristinnen und Touristen immer mehr aufheizen.
Katakomben als kühlster Ort
Im viel besuchten Stephansdom mit seinen Richtung Süden zeigenden Kirchenfenstern herrscht momentan eine Innentemperatur von 24 Grad. Ein Geheimtipp bei großer Hitze sei ein Besuch in den Katakomben, in denen die derzeitige Temperatur bei kühlen 12 Grad liegen würde, heißt es vom Kanzleileiter der Dompfarre, Christian Herrlich.
In der Augustinerkirche im 1. Bezirk liegt die Temperatur derzeit "noch bei 22 Grad", sagt Pfarrer Matthias Schlögl. Denn er geht davon aus, dass diese in den kommenden Wochen noch auf 23 oder 24 Grad steigen würde. Das sei "natürlich trotzdem eine Abkühlung im Vergleich zur Wiener Innenstadt". Auch die Michaelerkirche und die Minoritenkirche versprechen mit einer Temperatur von 23 Grad eine angenehme Abkühlung für alle Wienerinnen und Wiener.
Um sich die Zeit in den kühlen Kirchen zu vertreiben, gibt es von Seiten der Erzdiözese Wien einige Gestaltungstipps auf der Homepage: Darunter beispielsweise das Anhören des Sonntagsevangeliums und das Lesen der Gedanken dazu von Kardinal Christoph Schönborn - oder einfach das Anzünden einer Kerze.
Mehr Infos unter: https://www.erzdioezese-wien.at/kircheerfrischt
Quelle: kathpress