
Caritas-Bildungszentrum Gaming: Erfolgreiches erstes Schuljahr
Das Caritas-Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe (BIGS) im niederösterreichischen Gaming hat sein erster Schuljahr hinter sich. Neben einer Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) und einer Fachschule für Sozialberufe (FSB) wird in Zusammenarbeit mit dem Bildungscampus Mostviertel auch einefünf-jährige Höhere Lehranstalt für Sozialbetreuung und Pflege (HLSP) angeboten. - Allesamt zukunftsweisende Pflege- und Betreuungsausbildungen mit Jobgarantie, wie es am Donnerstag bei einer Pressekonferenz vor Ort anlässlich des Schulschlusses hieß.
Die Schulen seien die richtige Antwort auf den Fachkräftemangel, so der St. Pöltner Caritasdirektor Hannes Ziselsberger: "Sozialbetreuung ist ein wichtiges Berufsbild, um die kommenden Anforderungen in der Altenbetreuung, der Behindertenbetreuung oder der Familienhilfe erfüllen zu können."
BIGS-Direktorin Barbara Heigl freute sich über ein erfolgreiches und lehrreiches erstes Schuljahr in Gaming: "Unsere Schüler haben es trotz der herausfordernden Umstände geschafft, erste Grundlagen für ihren späteren Beruf zu erlernen. Sie haben Verantwortung übernommen und Praktika in Sozialbetreuungs- und Pflegeeinrichtungen absolviert und dadurch auch mitgeholfen das System aufrecht zu erhalten."
"Mit der Höheren Lehranstalt für Sozialbetreuung und Pflege wurde eine wichtige neue Schulform im Gesundheitsbereich geschaffen", betonte Doris Wagner, Sektionschefin im Bildungsministerium. Den Schülerinnen und Schülern würden zusätzlich zur Reife- und Diplomprüfung gefragte berufliche Qualifikationen für den zukünftigen Arbeitsmarkt angeboten.
Von einem "absolut notwendigen Vorreiterprojekt für ganz Österreich für den Bereich der Pflege und Betreuung" sprach die niederösterreichische Bildungs- und Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Sie hob zugleich die umfangreichen Bemühungen bzw. Sicherheitsmaßnahmen hervor, die in Niederösterreichs Schulen im Blick auf Corona geleistet wurden.
"Unsere Pädagoginnen und Pädagogen und unsere Direktorinnen und Direktoren haben Großartiges geleistet, weil noch das Corona-Management dazu gekommen ist", sagte auch Bildungsdirektor Johann Heuras.
Caritas-Schulen in sechs Bundesländern
Österreichweit führt die Caritas in sechs Bundesländern (Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Kärnten, Steiermark) 18 Schulen und Bildungszentren mit rund 5.300 Schülerinnen und Schülern. Der Großteil davon besucht Schulen für Sozialbetreuungsberufe.
Im BIGS Gaming gibt es drei Schultypen: Erstens die Höhere Lehranstalt für Sozialbetreuung und Pflege (HLSP). Bei der fünfjährigen Ausbildung mit Matura kann zwischen den Schwerpunkten Pflegefachassistenz sowie Familienarbeit (Abschluss als Diplom-Sozialbetreuerin und -Sozialbetreuer) gewählt werden. Ein Besuch ist entsprechend den Aufnahmekriterien für die BHS nach Abschluss der 8. Schulstufe möglich.
Zweitens die Fachschule für Sozialberufe (FSB). Dies ist eine dreijjährige berufsbildende mittlere Schule für Jugendliche ab 14 Jahren als Vorbereitung auf verschiedene Ausbildungen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Die Schule bietet eine fundierte kaufmännische Grundausbildung und wird dem Lehrabschluss zum Betriebsdienstleistungskaufmann bzw. zur Betriebsdienstleistungskauffrau gleich gehalten. Zusatzausbildungen sind Kinderbetreuerin und -betreuer, Tagesbetreuerin und -betreuer sowie Heimhelferin und -helfer.
Drittens schließlich die Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB), eine zweijährige Fachausbildung mit den Schwerpunkten Alten- und Behindertenarbeit mit inkludierter Pflegeassistenz und Green Care. Im Anschluss an das Fachniveau kann im bereits absolvierten Ausbildungsschwerpunkt mit der einjährigen Diplomausbildung fortgesetzt werden. Ein Besuch ist mit 17 Jahren möglich.
Quelle: kathpress